US-Arbeitslosenquote sank im Juli auf 10,2 Prozent

US-Arbeitslosenquote sank im Juli auf 10,2 Prozent
1,8 Millionen Neueinstellungen im Juli. Landesweit immer noch 16,3 Millionen Menschen arbeitslos.

Die Arbeitslosigkeit in den USA geht inmitten der Coronavirus-Krise weiter zurück. Die Arbeitslosenquote sank im Juli im Vergleich zum Vormonat um knapp einen Punkt auf 10,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Demnach wurden im vergangenen Monat 1,8 Millionen Menschen eingestellt. Trotzdem waren landesweit immer noch 16,3 Millionen Menschen arbeitslos.

"Die Verbesserungen am Arbeitsmarkt spiegeln die anhaltende Wiederaufnahme der Wirtschaftsaktivität wider, die durch die Coronavirus-Pandemie - Covid-19 - und die Bemühungen zu ihrer Eindämmung begrenzt war", erklärte die Behörde für Arbeitsmarktstatistik. Neueinstellungen gab es demnach unter anderem im Gastgewerbe, im Freizeitsektor, im Einzelhandel und im öffentlichen Dienst.

Die Arbeitslosenquote war im Frühjahr wegen der Coronavirus-Pandemie massiv auf 14,7 Prozent angestiegen. Im Mai sank sie dann auf 13,3 Prozent, im Juni auf 11,1 Prozent und nun auf 10,2 Prozent. Nach wie vor verlieren wegen der Coronakrise aber Woche für Woche mehr als eine Million Menschen ihren Job. In der vergangenen Woche meldeten sich knapp 1,19 Menschen neu arbeitslos.

Unterdessen stecken die Verhandlungen über ein neues Coronahilfspaket weiter fest. Weil die Republikaner von Präsident Donald Trump und die oppositionellen Demokraten sich nicht auf ein neues Paket einigen konnten, lief vergangene Woche ein wöchentlicher Zuschlag zum Arbeitslosengeld in Höhe von 600 Dollar (507 Euro) aus.

Die Coronakrise hat die USA weiter fest im Griff. Seit Beginn der Pandemie sind mehr als 4,88 Millionen Infektionsfälle bestätigt worden und mehr als 160.000 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt starben mehr als 2.000 Menschen binnen 24 Stunden an den Folgen von Covid-19.

Die Infektionszahlen waren in den USA zwischenzeitlich zurückgegangen, dann aber wieder deutlich angestiegen. Experten machen dafür eine vorschnelle Lockerung der Coronabeschränkungen verantwortlich. US-Präsident Donald Trump drängt im Wahljahr 2020 auf eine rasche Rückkehr zur Normalität, um die Wirtschaft wieder anzuwerfen.

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