epa03783733 A policeman at the scene where Greenpeace women activists climb Europe's tallest building, the Shard in London, Britain, 11 July 2013. Six women activists of Greenpeace attempt to climb The Shard in London, in an action related to their Save the Arctic campaign. EPA/ANDY RAIN

© APA/ANDY RAIN

Protestaktion
07/11/2013

Umweltschützer erklimmen Wolkenkratzer in London

Aus Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis klettern Greenpeace-Aktivistinnen heute auf "The Shard".

Zwei Dinge muss man den Aktivisten von Greenpeace abseits ihrer Kernkompetenz Umwelt lassen: Sie können klettern - und verstehen etwas von Vermarktung. Wie man alle drei Bereiche verbindet, beweist die NGO heute mit einer Protestaktion in London.

Eine Gruppe von Greenpeace-Aktivistinnen hat in den frühen Morgenstunden ihre Kletteraktion auf der Fassade des "Shard" Wolkenkratzers in der britischen Metropole begonnen. Sechs Frauen erklettern Stück für Stück das mit 310 Meter höchste Gebäude Westeuropas, um auf der Spitze ein Banner anzubringen, welches auf die drohende Zerstörung der Arktis durch Ölbohrungen aufmerksam machen soll.

Die Aktion ist unter www.schuetztdiearktis.at live im Internet zu verfolgen.

Am Nachmittag sollen die Aktivistinnen die Spitze des 310 Meter hohen "Shard" Wolkenkratzers erreichen.

Die Aktion wäre laut Greenpeace die höchst gelegene Kunst-Installation seit der Aktion des Drahtseilkünstlers Philippe Petit am World Trade Center im Jahr 1974.

Öl versus Eis

Greenpeace kämpft in der aktuellen Kampagne gegen das Vordringen internationaler Ölkonzerne in die Arktis. Der Klimawandel lässt das Packeis rund um den Nordpol rapide schmelzen, worin Energiemultis wie Shell - deren Hauptsitz in London in Sichtweite des "Shard" Wolkenkratzers liegt - ihre Chance auf Profit sehen.

"Havarien haben gezeigt, dass Ölkonzerne aufgrund extremer Wetterbedingungen nicht sicher arbeiten können"

Komme es in den arktischen Gewässern zu einem größeren Ölunfall, sei eine ökologische Katastrophe unausweichlich, warnt die Umweltorganisation.

"Die jüngsten Havarien von zwei Shell-Bohrschiffen im vergangenen Jahr in der US-Amerikanischen Arktis haben gezeigt, dass Ölkonzerne aufgrund extremer Wetterbedingungen in der Region nicht sicher arbeiten können", so Greenpeace Arktis-Sprecher Lukas Meus.

Um zukünftig Ölkonzerne und industrielle Fischereiflotten aus dem sensiblen Ökosystem fern zu halten, fordert Greenpeace die Errichtung eines internationalen Schutzgebietes.

Mittlerweile haben weltweit bereits über drei Millionen Menschen die Greenpeace-Petition zum Schutz der Arktis unterschrieben.

Wie Greenpeace unser Land veränderte

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