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Wirtschaft
08/31/2020

Umsatz in Produktion brach im Mai um fast ein Viertel ein

Umsatzminus in Güterproduktion und Bau von 23,5 Prozent. Jänner bis Mai minus 14 Prozent Umsatz.

Die weltweite Corona-Pandemie hat auch die österreichische Produktion massiv getroffen. Im Mai 2020 ist der Umsatz im gesamten Produzierenden Bereich (Sachgüter und Bau) um fast ein Viertel (-23,5 Prozent) im Vorjahresvergleich eingebrochen. Von Jänner bis Mai betrug der Umsatzrückgang zur Vorjahresperiode 14,0 Prozent, teilte die Statistik Austria am Montag mit.

Ende Mai 2020 waren laut Statistik Austria in den 66.317 Unternehmen (+0,9 Prozent im Vorjahresvergleich) des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) 976.343 unselbstständig Beschäftigte (-2,0 Prozent) tätig. Diese haben von Jänner bis Mai Umsatzerlöse in Höhe von 107,3 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Hauptverantwortlich für den Umsatzeinbruch im Produzierenden Bereich waren der Maschinen- und Fahrzeugbau, die Metallbranche und der Energiesektor. Die ausgewiesenen Rückgänge verstärken sich allerdings durch die Gegenüberstellung mit den überaus guten Vorjahreszahlen noch zusätzlich, erläutert die Statistik Austria in einer Aussendung.

Im Bau wurden von 36.381 Unternehmen (+1,5 Prozent) in den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 rund 17,2 Mrd. Euro umgesetzt. Aufgrund des starken Jahresauftakts betrug hier das Umsatzminus lediglich 5,5 Prozent, auch der Mai hatte "nur" einen Umsatzrückgang zum Vorjahresmonat von 10,3 Prozent zu verzeichnen.

Im Mai ging der Umsatz im Vorjahresvergleich im gesamten Produzierenden Bereich um 23,5 Prozent auf 19,5 Mrd. Euro zurück (-19,6 Prozent bei arbeitstägiger Bereinigung). Im Sachgüterbereich sank er sogar um 26,3 Prozent (bzw. 22,5 Prozent). Auch der Bauumsatz lag im Mai deutlich im Minus (-10,3 Prozent bzw. -6,1 Prozent).

Die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten im gesamten Produzierenden Bereich verringerte sich im Mai 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um lediglich 2,0 Prozent, während das Arbeitsvolumen der unselbstständig Beschäftigten in diesem Monat um 14,7 Prozent zurückging, was wohl durch den Einsatz von Kurzarbeit zu erklären ist. Der Produktionswert brach im Mai aufgrund der massiven Rückgänge in den für Österreich wesentlichen Industrien um 23,7 Prozent auf 19,2 Mrd. Euro ein.

Sehr unterschiedlich ist die Verteilung der Produktion auf die Bundesländer: Oberösterreich erwirtschaftete mit einem Anteil von 17,7 Prozent der Betriebe 23,3 Prozent der gesamten von Jänner bis Mai abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Wien (13,1 Prozent der Betriebe bzw. 17,4 Prozent der abgesetzten Produktion), Niederösterreich (18,7 bzw. 16,1 Prozent) und der Steiermark (14,8 bzw. 15,4 Prozent).

Dabei waren in Oberösterreich knapp ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien knapp ein Achtel aller unselbstständig Beschäftigten tätig. Schlusslicht in dieser Aufstellung ist das Burgenland.

Laut der Konjunktur-Frühschätzung Juli 2020 der Statistik Austria gibt es weiterhin Rückgänge in der Industrie. Die Frühschätzungen zu Industrie und Bau zeigen für Juli einen Rückgang des Umsatzindex (-8,9 Prozent), des Beschäftigtenindex (-0,4 Prozent) sowie des Index der geleisteten Arbeitsstunden (-4,3 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Betrachtet man den Industriebereich getrennt vom Bau, zeigen die Frühschätzungen für den Umsatzindex eine negative Entwicklung sowohl für die Industrie (-10 Prozent) als auch den Bau (-3,3 Prozent). Wie bereits im Vormonat weist das Arbeitsvolumen im Vorjahresvergleich in der Industrie einen Rückgang (-6,1 Prozent) auf, während der Bau sich weiterhin positiv entwickelt (+0,7 Prozent). Dies spiegelt sich auch im Beschäftigungsindex wider (Industrie -1,3 Prozent, Bau +2,8 Prozent).

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