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Umfrage
10/24/2013

Pendlernation Österreich

Ein Drittel der Österreicher fährt länger als eine halbe Stunde zur Arbeit – pro Strecke.

Fehlende Arbeitsplätze in der Nähe des Wohnsitzes bzw. der Wunsch nach einer ruhigen Wohngegend und leistbaren Immobilien – das sind die häufigsten Gründe, warum Österreicher jeden Tag eine längere Fahrt zwischen Wohnort und Arbeitsplatz in Kauf nehmen. 84 Prozent der Österreicher sind grundsätzlich dazu bereit, ein Drittel (37 Prozent) sieht sich selbst als Pendler. Das zeigt eine Umfrage von ImmobilienScout24 unter 519 berufstätigen Österreichern.

Knapp ein Drittel der Arbeiter und Angestellten ist täglich länger als eine halbe Stunde pro Strecke unterwegs, die Hälfte davon mehr als eine dreiviertel Stunde pro Strecke. Bei einer Stunde Fahrtdauer pro Strecke liegt die Schmerzgrenze: 40 Prozent fänden eine solche Anfahrt noch in Ordnung. "Man muss sich vor Augen halten - berufstätige Österreicher verwenden damit bis zu 14 Tage im Jahr ausschließlich darauf, in die Arbeit und retour zu fahren", so Dr. Patrick Schenner, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich.

Pendler setzen aufs Auto

Für den Arbeitsweg setzt sich mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Pendler ins Auto. Liegt der Arbeitsplatz innerhalb der gleichen Stadt, steigen drei von zehn Befragten in die Öffis ein. 10 Prozent schwingen sich aufs Fahrrad, ebenso viele nutzen Bahn oder Schnellbahn im Regionalverkehr. 27 Prozent sind darüber hinaus per Pedes unterwegs.

Könnten Pendler es sich aussuchen, würde rund die Hälfte der Befragten gern mit dem eigenen PKW zur Arbeit fahren, 28 Prozent mit den "Öffis", 15 Prozent mit dem "Drahtesel". Eine Bahnfahrt von 45 Minuten pro Strecke in Kauf nehmen würde mehr als die Hälfte (55 Prozent) bereits, wenn eine monatliche Kostenersparnis bis zu 100 Euro dafür winken würde.

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