Wirtschaft
09.08.2018

Umfrage: Österreicher wollen im Schnitt 4.800 Euro veranlagen

17 Prozent planen nichts zu sparen. Wertpapiere kommen für drei von zehn infrage.

Sparen erfreut sich unter den Österreichern großer Beliebtheit. Acht von zehn Befragten wollen in den nächsten 12 Monaten Geld sparen oder anlegen. Durchschnittlich sind Veranlagungen in Höhe von 4.800 Euro geplant, geht aus einer Integral-Umfrage im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen hervor, 200 Euro mehr als im Vergleichszeitraum (2. Quartal) des Vorjahres. 17 Prozent planen gar keine Anlage.

Trotz Niedrigzinsen: Sparbuch und Bausparer

Trotz der niedrigen Zinsen ist die Bereitschaft zu veranlagen bei fast allen Anlageformen leicht gestiegen. Das Sparbuch ist der Umfrage zufolge mit 59 Prozent nach wie vor die beliebteste Anlageform der Österreicher; Bausparen liegt bei 49 Prozent, die Lebensversicherung bei 34 Prozent. Trotz der niedrigen Zinserträge legten alle drei Formen in der Beliebtheit jeweils um 2 Prozentpunkte zu. Auch Pensionsvorsorgen sind um 3 Prozentpunkte auf 34 Prozent gestiegen. Hingegen äußerten 18 Prozent der Befragten Pläne für Immobilienkäufe, um einen Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

Aktien werden interessanter

Den stärksten Anstieg haben Wertpapiere verzeichnet: Sie kommen nun für 29 Prozent der Österreicher infrage, 2017 dachten erst 24 Prozent an diese Anlageform.

Von knapp einem Fünftel der Österreicher wird die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) als gut angesehen. Sie meinen, die niedrigen Zinsen kurbeln die Wirtschaft an. Der Rest macht sich entweder Sorgen (16 Prozent), hält das für egal (mehr als 25 Prozent) oder hält das für schlecht.

Für die Umfrage wurden 1.000 Personen ab 14 Jahren online und telefonisch befragt.