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Umfrage
05/05/2014

Investitionsfreude steigt wieder

Jungunternehmer haben aber Probleme, Kredite zu kriegen.

Wenn man die geplanten Investitionen von Betrieben als Indikator für Wirtschaftswachstum heranzieht, dann müsste es eigentlich aufwärts gehen: Denn die Unternehmen wollen wieder mehr investieren. Das ergab eine "Strukturbefragung unter österreichischen Betrieben" des Austria Wirtschaftsservice (aws) im Auftrag der Wirtschaftskammer. 40 Prozent der Unternehmen halten die derzeitige Auftragslage für gut.

Banken sind knausrig

Größtes Problem der kleineren und mittleren Betriebe ist es aber, Kredite von den Banken zu bekommen. Je jünger, desto schwerer fällt das. Aufgrund neuer, weitaus strengerer (europaweiter) Regeln sind die Bankinstitute gezwungen, viel mehr auf Sicherheiten zu achten. Dafür hat WKO-Präsident Christoph Leitl durchaus Verständnis, nicht aber für die "Kontrollen und Schikanen" der heimischen Finanzverwaltung. "Der Staat sollte Berater und Helfer, aber nicht Inkassobüro sein", kritisiert Leitl. Über die aktuellen Sparbemühungen hinaus dürfe nicht die Zukunft vergessen werden. 60 Prozent der Kreditwünsche werden abgelehnt bzw. gekürzt. Folgerichtig steigt die Bereitschaft, die Hausbank zu wechseln, genauso wie das Interesse an alternativen Finanzierungsformen.

Auch das aws selbst, das über einen Fonds jährlich eine Viertelmilliarde Haftungen für Jungunternehmer übernimmt, hat Kürzungen für diesen Bereich verordnet bekommen – allerdings für Fördermittel, die bisher nicht abgerufen worden waren. Bei anspringender Konjunktur wären sie aber vielleicht nötig, meint aws-Chef Bernhard Sagmeister.

"Österreich-Fonds"

Dass in der ÖIAG ein Finanzierungsfonds für Start-ups geschaffen werden soll, betrachtet er daher als "parallele Struktur" mit Skepsis. Leitl hingegen bleibt gelassen: Wenn das keinen Monopolcharakter habe, habe er nichts dagegen. Wettbewerb belebe das Geschäft.

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