Wirtschaft
23.05.2018

Uber stellt seinen Fahrern eigene Versicherung in Aussicht

Ab Juni will der Fahrdienstanbieter seine Taxi-Fahrer bei Krankheit und Unfällen entschädigen, nennt aber auch Bedingungen.

Uber finanziert selbstständigen Fahrern in Österreich, Deutschland und weiten Teilen Europas Versicherungen gegen Krankheit und Unfälle. Dieses "Partnerschutz-Programm" werde in Kooperation mit dem Versicherungskonzern Axa umgesetzt, teilte der US-Fahrdienst-Vermittler am Mittwoch mit. Das Angebot könnten ab 1. Juni selbstständige Unternehmer ohne Angestellte in Anspruch nehmen - auch Taxi-Fahrer.

Demnach sollen für bei Fahrten eingetretene Versicherungsfälle Behandlungskosten von bis zu 7.500 Euro erstattet werden. Bei Unfalltod sind eine Pauschalzahlung von 50.000 Euro und die Erstattung von Beerdigungskosten von bis zu 6.000 Euro vorgesehen. Eine Pauschalzahlung von bis zu 50.000 Euro ist auch bei dauerhafter Invalidität als Unfallfolge angedacht.

Angebot gilt nur in Europa

Außerhalb von Fahrten ist bei schwerer Krankheit oder Verletzung eine Zahlung von 60 Euro pro Tag für bis zu 15 Tage für Partner-Fahrer vorgesehen. Bei der Geburt eines Kindes gibt es pauschal 1.000 Euro. Voraussetzung für Zahlungen außerhalb der Fahrtzeit ist, dass ein Fahrer in den vergangenen acht Wochen 150 auf der Uber-Plattform vermittelte Fahrten abgeschlossen hat.

Uber wolle künftig ein besserer Partner für die Fahrer und Kuriere sein, erklärte Firmenchef Dara Khosrowshahi. Das Versicherungsprogramm dürfte auch ein Thema bei seinem Auftritt bei der Start-up-Konferenz Noah in Berlin am 6. Juni sein. In den USA - wo ein großer Teil der Uber-Fahrten von Privatleuten in ihren eigenen Autos gemacht wird - führt Uber das Versicherungsangebot nicht ein.