Wirtschaft 16.03.2016

Trotz schwierigem Umfeld Rekordjahr für BMW

Verkündete neues Rekordergebnis: BMW-Vorstandschef Harald Krüger © Bild: EPA/ANDREAS GEBERT

Größte Zuwächse in Europa, höchste Absätze mit 2er- und die 4er-Reihe.

Euro-Krise, Flüchtlingsansturm – alles kein Problem in Bayern. Der Autobauer BMW schafft 2015 das sechste Rekordjahr in Folge. "Wir haben unsere anspruchsvollen Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr erfüllt", sagte BMW-Vorstandschef Harald Krüger auf der Bilanzpressekonferenz in München am Mittwoch. Mit den neuen Bestwerten habe BMW den Erfolgskurs fortgesetzt und sei im 100. Jahr des Bestehens erneut der weltweit führende Anbieter von Premiumfahrzeugen gewesen.

Der Absatz stieg 2015 um 6,1 Prozent auf 2,2 Millionen. Der Umsatz kletterte um 14,6 Prozent auf 92,1 Milliarden Euro. Der Überschuss stieg um zehn Prozent auf den Höchstwert von 6,4 Milliarden Euro und lag erstmals über sechs Milliarden Euro.

Beliebtesten Fahrzeuge

Die höchsten Absätze erzielte die 2er- und die 4er-Reihe. Zudem bleibt ein signifikanter Wachstumstreiber der Marke die X-Familie: Die Auslieferungen des X4 legten mit 55.050 Einheiten auf mehr als das Doppelte zu. Ein echter Zukunftsmarkt für BMW ist auch das E-Auto. Der Absatz der i-Modelle legte um 65,9 Prozent auf 29.513 Einheiten zu. Ebenfalls erfolgreich entwickelte sich die Marke Mini. Weltweit wurden 338.466 Minis abgesetzt – ein Plus von zwölf Prozent. Im Geschäftsfeld Motorräder stieg der Umsatz 2015 um 18,5 Prozent auf 1,9 Mrd Euro.

BMW ist besonders in Europa beliebt. "45 Prozent der Fahrzeuge setzen wir in Europa ab, 30 Prozent in Asien und 20 Prozent am amerikanischen Kontinent", so Krüger. In Europa wurden erstmals in der Geschichte des Unternehmens mehr als eine Million Autos abgesetzt. In Asien verlangsamte sich die Dynamik und in Amerika konnte die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 2,8 Prozent auf 495.897 Stück gesteigert werden. Trotz des politisch und wirtschaftlich schwierigem Umfelds strebt Krüger für 2016 neue Bestmarken bei den Auslieferungen und dem Ergebnis an.

( kurier.at , S. Scoppetta ) Erstellt am 16.03.2016