"Troika" prüft Griechen am Montag
Diesen Mittwoch hätte die Troika aus
EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Athen ihre Arbeit aufnehmen und die Spar- und Reformbemühungen Griechenlands überprüfen sollen. Die internationalen Finanzkontrolleure werden nach Angaben der griechischen Regierung aber erst am kommenden Montag die Gespräche zur Lage der Finanzen in dem hoch verschuldeten Land aufnehmen. Wie es aus Kreisen des Finanzministeriums hieß, hängt die Verzögerung damit zusammen, dass die Experten die Ergebnisse des Treffens der Finanzminister der EU in Breslau Ende der Woche abwarten wollten.
Gibt die Troika kein grünes Licht, bekommt der Schuldensünder die dringend benötigte nächste, sechste Tranche der Finanzhilfe in Höhe von acht Mrd. Euro nicht und wäre in Kürze pleite. Das Land hat nach Angaben der Regierung in Athen Geld bis Oktober.
Unterdessen hat eine Expertengruppe der EU am Dienstag in Athen die Arbeit für die Unterstützung der Griechen in Sachen Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum aufgenommen. Die Arbeitsgruppe soll nach einem von der EU entworfenen Plan den griechischen Behörden Wege und Methoden zeigen, wie Wachstum gefördert und Arbeitslosigkeit verringert werden kann. Darüber hinaus sollen die Experten den Griechen zeigen, wie man schneller die Auszahlung von Mitteln aus Mrd. schweren EU-Fördertöpfen erzielt. Griechenland braucht dringend Wachstum. Die Wirtschaft war 2010 um 4,5 Prozent geschrumpft. In diesem Jahr geht der griechische Finanzminister von einem Minus von 5,3 Prozent aus.
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