Tibethotel: Investoren klagen Hüttenberg
Wir streben einen Vergleich an", hofft Hüttenbergs Bürgermeister Josef Ofner (FPK) auf einen moderaten Ausgang des Prozesses: Drei Russen wollen mit ihrer "Aramis Finance AB" mit Sitz in Stockholm bereits 1,3 Millionen Euro an Rechtsberatung, Vertragserstellung und Architektenwettbewerb in das
Tibethotel in der Görtschitztaler Gemeinde investiert haben - ehe im Vorjahr bekannt wurde, dass auf dem geplanten Areal gar nicht gebaut werden dürfe: Es befindet sich in der "Roten Zone".
Die Umwidmung sei noch unter seinem Vorgänger Rudolf Schratter (S) über die Bühne gegangen, erklärt Ofner: "Schratter wurde als Gemeindebediensteter suspendiert, gegen ihn laufen Erhebungen der Staatsanwaltschaft."
Regressforderungen
Damit kommt das sechs Jahre geplante Tibetzentrum nach der Grundsteinlegung durch den Dalai Lama im Jahr 2006 sowie Wirren um die Finanzierbarkeit und wechselnde Projektbetreiber zu einem unrühmlichen Ende.
Ofner: "Dieser Betrag ist für uns ein Fiasko, wir sind eine Zuschussgemeinde und haben überhaupt keine Chance, Geld aufzubringen." Die einzige Hoffnung ist die Möglichkeit einer Regressforderung. "Dafür müssen aber erst die Verantwortlichen festgestellt werden", erklärt der Bürgermeister.
Der erste Prozesstermin ist für 16. November in Klagenfurt angesetzt.
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