Original artwork of the Rolling Stones 'Tongue' logo is displayed at the Proud Galleries in London, Tuesday, Nov 29, 2005. The artwork is to be auctioned, with no estimated price, at Proud Galleries in London on Wednesday, Dec 7, 2005. (AP Photo/Sang Tan)

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08/12/2013

"New Yorker" hat Ärger mit Rolling Stones

Die Kultband stößt sich an einer herausgestreckten Zunge auf Werbung des Textilhändlers.

Der Textilhändler "New Yorker“ hat sich Ärger mit den Rolling Stones eingehandelt. Die Rockband hat das in 38 Ländern vertretene deutsche Modeunternehmen verklagt - Grund ist eine herausgestreckte Zunge auf Werbeplakaten.

Die Modekette habe die 150.000 Euro teure Kampagne bereits einstellen und alle 3000 Plakate in ihren Filialen abhängen müssen, berichtete die "Bild"-Zeitung. Das Unternehmen bestätigte der dpa am Montag den Vorwurf wegen Markenrechtsverletzung, kündigte aber Widerstand an.

Nach wie vor sehe "New Yorker" den Vorwurf nicht ein, teilte das Unternehmen mit. Vertreten werden die Stones laut "New Yorker" von den Rechtsanwälten der Amsterdamer Firma Musidor, die eine Verletzung des sogenannten "Tongue & Lips Logo" der Rolling Stones sehen.

"Die Zunge gehört nicht den Stones allein."

"Die Zunge gehört nicht den Stones allein. Die Plakate hat unsere Kreativabteilung selber gemacht. Ich lasse mir von den Stones doch nicht meine Zunge verbieten", empörte sich Friedrich Knapp, Inhaber von "New Yorker".

Knapp hat jedenfalls eine üppige Rechnung auf dem Tisch liegen. Er soll die Kosten für die Stones-Anwälte in Höhe von 250.000 Euro zahlen. Hinzu kommen 20.000 Euro Vertragsstrafe. "Die Anwälte wollen sich hier mit den Gebühren ordentlich bereichern. Und dann lassen die Stones ihre Markenrechte auch noch im Steuerparadies Amsterdam verwalten. Die greifen dem Mittelständler einfach steuerfrei in die Tasche. Eine Frechheit die ganze Angelegenheit!"

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