Woher kommt der Strom, der aus der Steckdose flie├čt?

Symbolbild.

┬ę APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft

Teurerer Strom mit Jahreswechsel bei mehreren Anbietern

Wien Energie, EVN, Energie Burgenland. Monatlich 12 bis 13 Euro Mehrkosten samt Steuern bei 3.500 kWh Jahresverbrauch.

11/23/2021, 01:33 PM

Anfang 2022 wird Strom bei den Landesenergieversorgern von Wien, Nieder├Âsterreich und dem Burgenland teurer. F├╝r einen Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) im Jahr kommt es dadurch ab 1. J├Ąnner zu monatlichen Mehrkosten von rund 12 bis 13 Euro inklusive Umsatzsteuer, erkl├Ąrte die EnergieAllianz, die gemeinsame Vertriebsgesellschaft von Wien Energie, EVN und Energie Burgenland, am Dienstag in einer Aussendung.

Die Preiserh├Âhungen gelten f├╝r alle Produkte ohne detaillierte Preisanpassungsklauseln in den Preisbl├Ąttern. Erforderlich sei die Preisanpassung wegen der Entwicklung an den internationalen Strom-Gro├čhandelsm├Ąrkten und des Anstiegs des ├ľsterreichischen Strompreisindex (├ľSPI) um 84 Prozent binnen eines Jahres, so die EnergieAllianz.

Betroffene

Bei den Wien-Energie-Kunden sind jene mit Standardtarifen betroffen - das sind rund 800.000 Haushalte. F├╝r einen durchschnittlichen Wiener Haushalt mit 2.000 kWh Jahresverbrauch betragen die monatlichen Mehrkosten nach Unternehmensangaben knapp 8 Euro. Nicht betroffen von der Erh├Âhung sind Abnehmer mit Tarifen mit Preisgarantie und Floattarifen oder jene, die auf das neue Optima-Entspannt-Angebot gewechselt sind. Aufgrund der aktuellen und historisch beispiellosen Energiemarkt-Lage komme es zu einer 17,8-prozentigen Erh├Âhung der Gesamtpreise; in diesen sind Energie, Steuern und Netzkosten enthalten. Die neuen Preise seien bis 31. Dezember 2022 garantiert, so die Wien Energie.

Bei der nieder├Âsterreichischen EVN betrifft die Preiserh├Âhung alle "Klassikkunden", also knapp 70 Prozent. Bei 3.500 kWh Stromverbrauch im Jahr muss ein Haushaltskunde monatlich mit rund 12 Euro Mehrkosten inkl. Umsatzsteuer rechnen, so die EVN. Durch die f├╝r 2022 zu erwartende Senkung der ├ľkostrombeitr├Ąge w├╝rde die Preisanpassung f├╝r drei bis vier Monate wettgemacht. F├╝r das zweite Quartal 2022 w├╝rden die Strom-Gro├čhandelspreise bereits leicht nach unten zeigen.

Ruf nach Entlastung

Rasch reagierte die SP├ľ auf die Ank├╝ndigung der EnergieAllianz: "Angesichts dieser dramatischen Preisentwicklung" riefen SP├ľ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und SP├ľ-Energiesprecher Alois Schroll die t├╝rkis-gr├╝ne Bundesregierung auf, "die Teuerungswelle effektiv zu bek├Ąmpfen und die Menschen durch wirksame Ma├čnahmen rasch zu entlasten", wie es in einer Aussendung hie├č.

Zuletzt hatten per Ende November Energie Steiermark und Energie Graz eine Strompreiserh├Âhung um je 7,9 Prozent angek├╝ndigt. Die Energie Steiermark hatte im Oktober erkl├Ąrt, das bedeute f├╝r einen durchschnittlichen Haushalt monatliche Mehrkosten von 5,33 Euro; davon betroffen seien rund 80 Prozent der Privatkunden. Die Energie Graz sprach von Mehrkosten von 4,50 Euro monatlich f├╝r einen durchschnittlichen Grazer Haushalt.

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