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Wirtschaft
08/02/2012

Telekom Austria spart beim Putzen

Der Mistkübel wird künftig nur mehr einmal die Woche entleert. Die Personalvertreter ärgern sich.

Bei der Telekom Austria (A1) wird beim Putzen gespart. Wie die Personalvertretung ihren Kollegen mitteilte, wird seit 1. August der Mistkübel nur mehr einmal die Woche entleert, die Mikrowellenherde und Kühlschränke müssen die Mitarbeiter nun selbst reinigen. Und in den Vorstandsbüros wird jetzt so geputzt wie das früher beim "einfachen" Personal der Fall war. Auch beim Essen wird laut Personalvertretung gespart. Seit der Umstellung auf Eurest sollen die Portionen kleiner und die Beilagen weniger geworden sein, heißt es in einem der APA vorliegenden Schreiben.

Das Unternehmen bestätigt die Änderungen beim Reinigungsplan. "Das ist eine Kosteneinsparungsmaßnahme, die sich durch alle Ebenen durchzieht", so Sprecher Peter Schiefer.

"Nicht nachvollziehbare Maßnahme"

Ein APA-Rundruf zeigt, dass die reduzierte Reinigung ein eher ungewöhnlicher Schritt ist. Beim einstigen Schwesterunternehmen der Österreichischen Post- und Telegraphengesellschaft, der Post AG, hieß es, es werde täglich die Mistkübel entleert und die Teppiche gesaugt. Gleiches gilt auch für die Telekom-Mitbewerber Orange und "3".

Die Personalvertreter der Telekom sind jedenfalls sauer. "Wir erwarten eine Rücknahme dieser nicht nachvollziehbaren Maßnahme - es steht außer Zweifel, dass sich alle Kolleginnen und Kollegen ein sauberes und reines Arbeitsumfeld verdient haben", so die Betriebsräte.

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