Batterieforschung im AIT

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Wirtschaft
06/05/2019

"Technologie-Bauhaus" AIT mit vollen Auftragsbüchern

Auftragsforschung im Vorjahr um 15 Prozent gesteigert. Androsch fordert rasche Klarheit über staatliche Forschungsfinanzierung

Österreichs größte Forschungseinrichtung, das Austrian Institute of Technology (AIT), blickt auf das erfolgreichste Jahr seit der Umstrukturierung vor zehn Jahren zurück. Die Betriebsleistung  stieg 2018 auf 159 Mio. Euro (2017: 146 Mio. Euro), das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei 3,6 Mio. Euro (2017: 3 Mio. Euro).

Mehr Auftragsforschung

Besonders freut man sich am AIT über eine Steigerung der Auftragsforschung um knapp 15 Prozent gegenüber 2017 auf 52,1 Mio. Euro, was als noch stärkere Verankerung des Instituts am Markt interpretiert wird. Dazu kommen noch Erlöse aus kofinanzierter Forschung in Höhe von knapp 35 Mio. Euro (plus 4 Prozent gegenüber 2017).

Die Zahl der Mitarbeiter am AIT stieg um 30 auf 1.370, dazu kommen noch 70 Personen von der oberösterreichischen Forschungsfirma Profactor, die Mitte vergangenen Jahres vom AIT mehrheitlich übernommen wurde.

Technologie-Bauhaus

Für AIT-Geschäftsführer Anton Plimon hat sich das AIT zum "Technologie-Bauhaus" entwickelt, das den kooperierenden Unternehmen jene Technologie liefere, mit der sie im internationalen Wettbewerb bestehen können, sagte er bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Wien.

Die Erlöse aus der Auftragsforschung haben erstmals die vom Bund stammenden Mittel (50,4 Mio. Euro) überholt. Diese Grundfinanzierung von 40 Prozent des Budgets hat nach Ansicht von AIT-Aufsichtsratschef Hannes Androsch "sicher noch Luft nach oben", vor allem im internationalen Vergleich. Dennoch habe diese stabile Unterstützung sowie die Tatsache, dass man unbeeinflusst und ohne Einfluss von der Politik agieren konnte, zum Erfolg beigetragen.

Auch für die kommenden Jahre erwartet die Geschäftsführung des Forschungsinstituts stabile Umsätze. So standen 2018 in den Auftragsbüchern der AIT-Gruppe 179 Mio. Euro, um rund zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Wichtigste Forschungsthemen  am AIT sind dDigitalisierung, Künstliche Intelligenz oder Cyber Security,  Dekarbonisierung und Urbanisierung.

Wünsche an Regierung

AIT-Aufsichtsratschef Hannes Androsch forderte von der neuen Regierung rasche Beschlüse für die künftige Forschungsfinanzierung ein. Notwendig seien eine Verlängerung der Nationalstiftung und des Österreich-Fonds, deren Erlöse in die Forschung fließen. Zudem gebe es eine fertig ausgearbeitete Exzellenzinitiative, die sofort umgesetzt werden könne. Von der Exzellenzinitiative sollten 100 Mio. Euro zur Verfügung stehen.