Air France riet Passagieren, ihren Flug kostenlos umzubuchen oder zu stornieren.

© APA/EPA/YOAN VALAT

Streik
09/14/2014

Air France streicht Hälfte aller Flüge

Wegen eines Pilotenstreiks fallen ab Montag Flüge aus - auch Wien-Verbindungen betroffen.

Die französische Fluggesellschaft Air France muss am Montag wegen eines Streiks die Hälfte ihrer Flüge streichen. Vermutlich könnten "48 Prozent unserer Flüge" stattfinden, erklärte das Unternehmen am Sonntagabend. Am Abend teilte die Pilotengewerkschaft SNPL mit, dass die Verhandlungen mit der Unternehmensführung erfolglos "beendet" worden seien.

Sechs Wien-Verbindungen wackeln

Nach Auskunft des Wiener Flughafens könnten am Montag auch sechs Flüge von und nach Wien betroffen sein. "Wir empfehlen den Passagieren, mit der Airline Kontakt aufzunehmen und sich über ihre Flüge zu informieren."

Etwa 60 Prozent der Piloten wollen laut Unternehmen zu Wochenbeginn ihre Arbeit niederlegen. Die SNPL hatte wegen des geplanten Ausbaus der Billig-Fluglinie Transavia zu einem einwöchigen Streik aufgerufen. "Wir sind überhaupt nicht zufrieden", erklärte Gewerkschaftschef Jean-Louis Barber nach der Fortsetzung der Gespräche am Sonntag. Air France riet Passagieren, die zwischen dem 15. und 22. September mit der Fluggesellschaft verreisen wollen, ihren Flug kostenlos umzubuchen oder zu stornieren.

Hintergrund des Arbeitskampfs sind Pläne des Unternehmens, Kurz-und Mittelstreckenflüge künftig verstärkt über das Tochterunternehmen Transavia abzuwickeln. Die Gewerkschaft befürchtet eine Auslagerung von Jobs und schlechtere Arbeitsbedingungen.

Längster Streik in Air-France-Geschichte

Ein siebentägiger Streik wäre die längste Arbeitsniederlegung in der Geschichte von Air France. Unternehmenschef Frederic Gagey bezifferte die täglichen Einbußen durch den Streik auf 10 bis 15 Millionen Euro. Gewerkschaftschef Barber warnte, dass sich die Lage am Dienstag und Mittwoch weiter verschärfen könnte, da die Piloten, die am Montag im Einsatz waren, dann ihre Ruhepausen einlegen müssten.

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