ARCHIV - Die Anlagen KAP und der Steuererklärung (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und Kapitalvermögen) zur Festsetzung der Einkommenssteuer beim Finanzamt, aufgenommen in Köln (Archivbild vom 10.08.2007). Die schon millionenfach vergebene Steuer-Identifikationsnummer ist rechtlich sehr bedenklich, verstößt aber nicht gegen die Verfassung. Das entschied das Finanzgericht Köln am Donnerstag (09.09.2010) in einem Musterprozess. Es gebe «erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Steuer-ID». Foto: Oliver Berg dpa/lnw (zu Meldung dpa 4094 am 09.09.2010) +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Steuern
07/30/2013

Bund hat bislang 11,8 Mrd. Lohnsteuer kassiert

Das entspricht, verglichen mit dem Vorjahr, einem Plus von 6,3 Prozent.

Die Steuereinnahmen des Bundes sind im ersten Halbjahr leicht gestiegen - und zwar um 4,1 Prozent auf 34,7 Mrd. Euro. Das geht aus am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Finanzministeriums hervor. Besonders viel beigetragen haben die Lohnsteuerzahler, deren Abgaben um 6,3 Prozent im Plus liegen. Für das Bundesbudget meldet das Finanzministerium im ersten Halbjahr Einnahmen von 30,3 Mrd. Euro und Ausgaben von 35,4 Mrd. Euro. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2012 sind die Ausgaben damit um ein Prozent gesunken.

Für das Gesamtjahr erwartet das Finanzministerium ein Plus der Steuereinnahmen von 5,1 Prozent. Im ersten Halbjahr wurde dieser Wert mit 4,1 Prozent zwar nicht ganz erreicht. Probleme für die Budgetbilanz des laufenden Jahres erwartet man im Finanzministerium aber nicht: "Der Budgetpfad wird eingehalten."

Auch Wifo-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller verweist darauf, dass die Steuereinnahmen des ersten Halbjahres noch keine Prognose für das Gesamtjahr zulassen. Positiv wertet sie allerdings die starken Einnahmen bei der Umsatzsteuer. Dass die Lohnsteuereinnahmen in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit zulegen, ist für sie kein Widerspruch. Sie verweist auf die nach wie vor solide Beschäftigung und die "kalte Progression", also die Tatsache, dass ein Teil der jährlichen Lohnerhöhungen durch die Lohnsteuer abgeschöpft wird.

Bei der Lohnsteuer erwartet das Finanzministerium für das Gesamtjahr einen Anstieg der Einnahmen um 2,2 Prozent, von Jänner bis Juni waren es aber schon 6,3 Prozent. Auch der traditionell größte Einnahmenposten, die Umsatzsteuer, legte um 2,6 Prozent zu. Für das Gesamtjahr erwartet werden 2,0 Prozent. Zuwächse gibt es zwar auch bei der Kapitalertragssteuer und der Körperschaftssteuer auf Unternehmensgewinne, hier allerdings vorerst unter den Erwartungen für das Gesamtjahr.

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