The entrance of the headquarters of Austrian Erste Group Bank is pictured in Vienna June 24, 2013. Erste Group Bank said on Monday operating profit would fall as much as 5 percent in 2013 rather than holding steady and that it intends to raise its equity capital by about 660 million euros ($867 million) in the third quarter. Central and eastern Europe's third-biggest lender also said it would repay in the third quarter 1.76 billion euros in non-voting participation capital it got from the state and private investors after the financial crisis began. REUTERS/Leonhard Foeger (AUSTRIA - Tags: BUSINESS)

© Reuters/LEONHARD FOEGER

Staatshilfe
07/30/2013

Erste: Am 8. August wird zurückgezahlt

Im ersten Halbjahr 2013 hat die Erste ein Drittel weniger Gewinn ausgewiesen als im ersten Halbjahr 2012.

Am 8. August wird die börsenotierte Erste Group das staatliche Partizipationskapital vollständig zurückzahlen (mehr dazu...). Das gab Erste-Chef Andreas Treichl am Dienstag bekannt. 1,2 Milliarden Euro hat sich die Erste im Jahr 2008 im Zuge der Finanzkrise von der Republik geborgt. Zusätzlich holte sich die Bank 560 Millionen Euro von Privaten. Das gesamte Partizipationskapital (PS-Kapital) in Höhe von 1,76 Milliarden Euro wurde seither mit jährlich acht Prozent verzinst: Etwa 98 Millionen Euro flossen jährlich in die Staatskasse, 45 Millionen Euro in private Börserl.

Voraussetzung für die Rückzahlung war eine erfolgreiche Kapitalerhöhung im Juli. 660,6 Mio. Euro hat sich die Erste Group brutto von Investoren geholt, netto flossen 632 Mio Euro in die Kapitalkassen.

Weniger Gewinn

Im ersten Halbjahr 2013 hat die Erste ein Drittel weniger Gewinn ausgewiesen als im ersten Halbjahr 2012. Hauptgrund: In den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte das Institut vor allem hohe Sondergewinne aus Hybridanleiherückkäufen (Einmalertrag 413 Mio. Euro) gebucht, womit damals teure Abschreibungen auf die Rumänientochter BCR (210 Mio. Euro) verdaut werden konnten.

Im ersten Halbjahr 2013 lag der Nettogewinn nun bei 301,2 Mio. Euro, nach 453,6 Mio. Euro. Firmenwertabschreibungen gab es aber auch heuer, allerdings geringere: Für die Erste Bank Croatia fielen 21,9 Mio. Euro an. Aus dem Verkauf der Ukraine-Tochter fielen noch 74,6 Mio. Euro an Belastungen an.

Für das Gesamtjahr rechnet man mit bis zu 5 Prozent weniger Betriebsergebnis als im Jahr davor. Die Kreditrisikokosten sollten im Gesamtjahr um 10 bis 15 Prozent darunter liegen, obgleich sie im zweiten Quartal höher waren als im ersten Quartal.

Rumänien

Die langjährige Verlustbringerin BCR hat heuer im ersten Halbjahr einen Nettogewinn von 116,7 Mio. Euro ausgewiesen. Dem war im ersten Semester 2012 ein Verlust von 140,5 Mio. Euro gegenübergestanden. Den aktuellen Gewinnausweis nach Steuern dankt die BCR einem positiven Einmaleffekt: der Auflösung einer latenten Steuerverbindlichkeit von 127,7 Mio. Euro. Die BCR soll auch im Gesamtjahr Gewinn schreiben, heißt es in der Gruppe.

Generell erwartet die Erste für Zentral/Osteuropa in der zweiten Jahreshälfte 2013 eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung, wenngleich die Wachstumsraten in der Region "moderat" bleiben dürften.

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