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Wirtschaft
12/05/2011

Spritpreise bleiben hoch

Die Treibstoffpreise in Österreich sind derzeit fast so hoch wie im Juni 2008. Vorarlberg und Tirol sind die teuersten Bundesländer.

Die Treibstoffpreise in Österreich bleiben hoch - derzeit sind sie fast so hoch wie im Juni 2008, wie eine stichprobenartige Erhebung der Arbeiterkammer bei knapp 1.500 Tankstellen ergeben hat. Im Jahresabstand hat sich Eurosuper um 16,4 Prozent (fast 20 Cent pro Liter) verteuert, Diesel ist um 19,5 Prozent (knapp 22 Cent pro Liter) teurer als vor einem Jahr. Im Vergleich mit dem Vorquartal (Juni 2011) ergibt sich immerhin noch ein Preisanstieg um 0,5 Prozent.

Wer von der Osteinfahrt A4 in den 22. Bezirk nach Wien pendelt, kann sich bis zu 22 Cent pro Liter sparen, wenn er auf der Strecke die Preise vergleicht, rechnet AK-Experte Dominik Pezenka vor. "Bei einer Tankfüllung von 60 Litern sind immerhin bis zu 13 Euro Ersparnis drinnen." Sparen kann man außerdem, wenn man vormittags tankt, denn die Vormittagspreise liegen im Durchschnitt um rund zwei Cent pro Liter unter dem Niveau der Nachmittagspreise. Das ergibt sich wegen der Tankstellen-Verordnung, wonach die Preise nur einmal täglich um zwölf Uhr Mittag angehoben werden dürfen, und danach nur Preissenkungen erlaubt sind. Ebenfalls um rund zwei Cent pro Liter unter dem Durchschnittspreis der Markentankstellen liegen die Diskonter. Autobahn-Tankstellen sind nach AK-Berechnungen um 11 Prozent teurer als die gewöhnlichen "Straßen-Tankstellen".

Günstiger ist Sprit nur in Slowenien

Im Vergleich zu den Nachbarstaaten tanken die Österreicher aber noch immer relativ billig - nur in Slowenien tankt man billiger als bei uns. Beim Vergleich der Bundesländer ergibt sich das gewohnte Bild: Vorarlberg und Tirol sind mit Abstand die teuersten Bundesländer, während die Steirer verhältnismäßig günstig tanken. Wien liegt im Mittelfeld.

AK-Präsident Herbert Tumpel forderte die Bundeswettbewerbsbehörde auf, mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu untersuchen und zu bekämpfen. Für die hohen Treibstoffpreise macht er "die Spekulanten" verantwortlich. Der Finanzminister und der Wirtschaftsminister müssten sich auf EU-Ebene für Maßnahmen gegen Spekulationen auf den Rohstoffmärkten einsetzen, insbesondere auf dem Ölmarkt, fordert Tumpel.

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