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Sportartikel
04/17/2014

Sport ohne Eybl: Gründerfamilie stieg aus

Eybl verkaufte alle Anteile an die britische Sports Direct. Mitarbeiter und Medien wussten nichts.

Die feine britische Art sieht anders aus: Ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren, verleibte sich die britische Sports-Direct-Gruppe den heimischen Sporthändler Sport Eybl & Sports Experts zur Gänze ein. Laut Firmenbuch übernahmen die Briten am 2. April die von der Gründerfamilie Eybl gehaltenen, restlichen 49 Prozent der Firmenanteile.

Damit geht nach 83 Jahren die Ära einer weiteren österreichischen Unternehmerfamilie zu Ende. Ludwig Eybl gründete 1931 die erste Filiale der Handelskette in Wels. Weder die Familie Eybl noch Sports Direct wollten den Eigentümerwechsel bisher kommentieren, laut Oberösterreichischen Nachrichten sind auch die Mitarbeiter nicht darüber informiert worden. Sports Direct, Marktführer in Großbritannien und unter den Top 3 in Europa, kaufte bereits im Vorjahr 51 Prozent des nach aggressiver Expansion finanziell schwer angeschlagenen Einzelhändlers. Der Kaufpreis betrug zehn Millionen Euro, weitere 30 Millionen Euro wurden als Eigenkapital zugeschossen.

Seit die Briten das Sagen haben, rühren sie im Unternehmen kräftig um. DiskonterSports Experts, der in Sports Direct umbenannt wird, verkauft vor allem Billig-Sportschuhe der Eigenmarken "Dunlop" und "No Fear". Die auf 16 Filialen geschrumpfte Marke Eybl soll hingegen noch stärker das Premium-Segment abdecken. Dass der Name Eybl erhalten bleibt, gilt seit dem Rückzug von Catrin Aschenwald-Eybl aus der Unternehmensführung Anfang März als unwahrscheinlich. Sport Eybl & Sports Experts beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter in Österreich und Deutschland.
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