Steiermark: Streit mit Rating-Agentur

© EPA

Wirtschaft
08/02/2012

S&P: Deutsches AAA, spanisches BBB+

Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat das Spitzenrating der Deutschen bestätigt. Für Spanien gibt es ob der Reformen im Land Lob.

Für seine Kreditwürdigkeit gibt es für Deutschland von der US-Ratingagentur Standard and Poor`s (S&P) weiterhin die Bestnote. In der Nacht auf Donnerstag bestätigte S&P das "Triple-A" und hält den Ausblick "stabil".

Die Agentur begründete dies damit, dass Deutschlands Staatshaushalt mögliche finanzielle und wirtschaftliche Unruhen aushalten könne. Erst in der vergangenen Woche hatte Moody`s mit Blick auf eine mögliche Überforderung Deutschlands in der Schuldenkrise den Ausblick für die Bonität von Europas größter Volkswirtschaft von "stabil" auf "negativ" zurückgestuft (mehr dazu: HIER).

Lob für Spanien

Spaniens Bonität wurde dank der Verpflichtung des Landes zu Reformen vorerst unverändert belassen. Die Bewertung des Eurolandes bleibe weiter bei „BBB+“ und damit drei Stufen über Ramsch-Niveau, teilte S&P am Mittwoch mit.

Die Agentur sieht jedoch weiter große Risken. Der Ausblick für das Rating des Euro-Krisenlandes bleibe daher "negativ". Damit ist in den kommenden Monaten eine Herabstufung des Ratings möglich.

Als Begründung für die Bestätigung des Ratings nannte die Agentur die Verpflichtung der Regierung in Madrid zu umfassenden Fiskal- und Strukturreformen. S&P verweist zudem auf die verbesserte Exportentwicklung. Gefährdet werde das Spanien-Rating jedoch durch die hohe Auslandsverschuldung und die immer noch mangelhafte Flexibilität der Wirtschaft. Dies gelte auch für den Arbeitsmarkt. Die derzeitige Nachfrageschwäche gefährde die Haushaltsziele für das laufende Jahr. Spanien strebt ein Haushaltsdefizit von 6,3 (Vorjahr 8,9) Prozent des Bruttoinlandsprodukts an.

Zudem wertet die Agentur die Verzögerungen auf der politischen Ebene der Eurozone bei der Lösung der Schuldenkrise als Risiko. S&P geht aber davon aus, dass Spanien weiter durch die Eurozone unterstützt wird. Dies könnte dazu beitragen, dass das Vertrauen in den spanischen Finanzsektor wieder gestärkt werde und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Erholung geschaffen werden.

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