So viel Öl fördern die "Big Ten" täglich

Wer führt das Ranking der zehn größten Ölkonzerne, gemessen an der Produktion, an?

Wer fördert am meisten BOE (engl. Abkürzung für "Barrels of oil equivalant", die Maßeinheit für Mengenangaben bei Öl und Gas) pro Tag? Anm.: Gezählt werden Öl- und Gaseinheiten. Die Plätze 10 bis 1. 10. Kuwait Petroleum Company. 2013: 3,4 Millionen BOE pro Tag (2003: 2,3 Millionen). (Bild: Ahmadi Refinery, südlich von Kuwait Stadt) Aktuell: Zehn Prozent der Einnahmen aus dem Ölverkauf gehen in Kuwait an den für künftige Generationen gedachten Staatsfonds, der 2013 bereits auf geschätzte 310 Mrd. Euro angewachsen war. 9. Chevron. 2013:  3,5 Millionen BOE pro Tag (2003: 3,2 Millionen). Aktuell: Im Streit um Umweltverschmutzung im Amazonasgebiet hat der US-Ölkonzern Chevron Anfang März einen Sieg errungen. Ein US-Richter wies die Klage zur Durchsetzung einer Geldstrafe ab. Die Streitigkeiten ziehen sich seit Jahren hin. Hintergrund sind Bohrungen des zwischenzeitlich von Chevron übernommenen Ölkonzerns Texaco im Amazonasgebiet (Bild: Ecuadors Präsident Rafael Correa) 8. Pemex (Mexiko). 2013: 3,6 Millionen BOE pro Tag (2003: 4,2 Millionen). Aktuell: Der mexikanische Energiekonzern Pemex investiert in diesem Jahr fast 28 Mrd. US-Dollar. 85 Prozent fließen in die Erkundung und Förderung von Erdöl-und Gasvorkommen. Mit einer Verfassungsreform hatte das mexikanische Parlament im vergangenen Jahr den bisher stark regulierten Energiesektor des Landes geöffnet - dagegen protestierten viele Mexikaner heftig. 7. PetroChina. 2013: 3,9 Millionen BOE pro Tag (2003:  2,5 Millionen). Aktuell: China bzw. PetroChina versucht den stark wachsenden Energiebedarf durch Investitionen in Öl- und Gasvorkommen im Ausland zu decken. 2013 kaufte PetroChina etwa Ölfelder im Irak und in Peru. (Bild: PetroChina-Mitarbeiter bei einer Brand-Übung in Suining) 6. Shell. 2013: 4 Millionen BOE pro Tag (2003: 4,1 Millionen) (Bild: Die "Prelude" im Hafen von Geoje, South Korea, Nov. 2013) Die "Kulluk", die rund 570.000 Liter Diesel, Öl und Treibstoff an Bord hat, hatte sich im Jänner 2013 bei stürmischer See von einem Schlepper losgerissen und war vor der Insel Sitkalidak an der Südküste von Alaska gestrandet. Die Bohrinsel war auf dem Weg zu Wartungsarbeiten in Seattle gewesen, als das Unglück passierte. 5. Rosneft. 2013: 4,6 Millionen BOE pro Tag (2003: keine Angaben) Bild: Achinsk Ölraffinerie, 188 Kilometer westlich von Krasnoyarsk) Aktuell: Der größte russische Ölkonzern Rosneft strebt mitten in der Ukraine-Krise die Übernahme einer wichtigen Raffinerie in der Schwarzmeer-Stadt Odessa an. Rosneft kontrolliert bereits jetzt die zweitgrößte ukrainische Raffinerie. 4. ExxonMobil. 2013: 5,3 Millionen BOE pro Tag (2003: 4,6 Millionen). Aktuell: Der Nettogewinn des weltgrößten börsennotierten Ölkonzerns ging zum Jahresschluss um 16 Prozent auf 8,35 Mrd. Dollar zurück, weil der Konzern weniger Öl förderte. Exxon Mobil setzt heuer verstärkt auf die Erschließung neuer Quellen, um die versiegenden zu ersetzen. 3. National Iranian Oil Company. 2013: 6,1 Millionen BOE pro Tag (2003: 4,9 Millionen). (Bild: Azadegan Ölfeld nahe Ahvaz, Iran) Die hier angeführten Daten zu den Energiemultis stammen übrigens von WoodMackenzie (Bild: Schafherde, Bienenstöcke, staatliche Öltanks im Iran) 2. Gazprom. 2013: 8,1 Millionen BOE pro Tag (2003: 9,5 Millionen). Aktuell: Der russische Energiekonzern Gazprom hat Ende Dezember die heftig umstrittene Ölförderung in der Arktis (mit der Erschließung des Priraslomnoje-Ölfelds) aufgenommen. Umweltschützer protestieren seit Monaten dagegen. (Bild: Ein Greenpeace-Aktivist demonstriert gegen Gazprom in Genf) 1. Saudi Aramco ist letztlich mit Blick auf die Förderung und die Reserven der weltgrößte Ölkonzern. 2013: 12,7 Millionen BOE pro Tag (2003: 9,9 Millionen) (Bild: Angestellte der Saudi Aramco Oil Company in Dubai) Aktuell: Einen Zwischenfall gab es Ende Dezember 2013: Beim Untergang einer zu Aramco gehörenden Plattform im Persischen Golf sind drei Menschen ums Leben gekommen (Bild: Bohrinsel in Saudi Arabiens Gewässern)
(KURIER / sho) Erstellt am
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