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Bilanz
11/06/2014

Siemens stimmt Belegschaft auf Sparkurs ein

Siemens verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar mehr, die Ausssichten sind aber schlecht.

Der deutsche Siemens-Konzern, dessen Tochter in Österreich 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende September) um ein Viertel gesteigert. 5,5 Milliarden Euro verdiente der Technologie-Riese. Doch der Gewinnsprung hat Schattenseiten: Er wurde nur dank eines Sparkurses und Verkäufen von Unternehmensteilen erwirtschaftet. Der Umsatz schrumpfte leicht auf 71,9 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr ist sogar eine Stagnation des Umsatzes prognostiziert.

Siemens-Chef Joe Kaeser bereitet die Mitarbeiter daher auf harte Einschnitte vor. "Natürlich wird es Anpassungen geben", sagte er am Donnerstag nach der Präsentation der Jahresbilanz. Durch den Konzernumbau, der derzeit im Gange sei, würden einige Arbeitsplätze überflüssig. Nach Jahren der Umsatzstagnation nimmt sich Kaeser mittelfristig wieder steigende Einnahmen vor.

„2014 war das Jahr für die mittelfristige Weichenstellung für die Siemens-Strategie. 2015 wird das Jahr der operativen Konsolidierung sein: Bessere Abarbeitung unserer Aufträge, vielgeringere Projektbelastungen, Produktivitätssteigerungen“, kündigte der seit gut einem Jahr amtierende Manager an. „Die Reduzierung der Komplexität im Unternehmen soll ja bis 2017 eine Milliarde an Einsparungen bringen. Im Jahr 2016 gehen wir davon aus, dass wir als Unternehmen in Summe deutlich wachsen“, sagte Kaeser. „Wir werden 2015 über eine Milliarde Euro dafür bereitstellen, das Wachstum mittelfristig zu sichern. Wir geben 400 Millionen mehr für Forschung und Entwicklung aus. Wir geben 500 Millionen mehr aus für Vertriebszugang für neue Märkte. Und wir investieren etwa 200 Millionen mehr in unsere Fabriken, für Verbesserung der Produktivität. “

Die hochprofitable Medizintechnik steht indes vor einer ungewissen Zukunft im Konzernverbund. „Wir wollen das Asset stärken. Deshalb wollen wir es als Unternehmen im Unternehmen darstellen, um auch der Gesundheitstechnik die Möglichkeit zu geben, sich stärker an ihren eigenen Bedürfnissen auszurichten“, bekräftige Kaeser seine Pläne. „Wir behalten das Heft des Handelns in der Hand und können zu jedem Zeitpunkt so agieren, wie der Markt das erfordert.“

Den Fokus der Expansion setzt der Konzern jetzt auf die USA und China. "Die US sind derzeit viel attraktiver, sagt Kaeser.

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