Handschuhproduktion bei Semperit als Problemsparte

© Felix Buechele

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08/26/2015

Semperit fehlt Rückenwind der Konjunktur

Gummiproduzent für das zweite Halbjahr weniger zuversichtlich.

Der heimische Kautschuk- und Kunststoffhersteller Semperit hat seinen Gewinn unter dem Strich zum Halbjahr stabil gehalten. Das Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 25,2 auf 25,3 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 450,8 Mio. Euro. Ohne Sondereffekte aus der Konsolidierung und Akquisition des thailändischen Joint-Ventures betrug der organische Umsatzzuwachs 5 Prozent.

Semperit begründet die Entwicklung mit der geänderten Konsolidierung des Gemeinschaftsunternehmens in Thailand und niedrigeren Rohstoffpreisen. "Das Marktumfeld hat uns nicht geholfen", sagt Semperit-Chef Thomas Fahnemann zum KURIER. Zudem entstünden Kosten aus Effizienzsteigerungsprojekten, die sich erst in den Folgejahren positiv auf die Ertragslage auswirken würden, sowie Vorlaufkosten für die neue Handschuhfabrik in Malaysia. Diese kann laut Fahmenann künftig statt bisher sechs bis zu elf Milliarden Stück Handschuhe im Jahr produzieren.

Fehlende Erholung

Im Gesamtjahr 2015 könnten "die Ertragszahlen des Vorjahres aus heutiger Sicht nicht erreicht werden", räumte Fahnemann ein. "Wir spüren keinen Rückenwind von konjunktureller Seite." Vor allem Frankreich, Spanien und Italien würden schwächeln, aber auch China. "Daher sehen wir die Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr nicht mehr."

Die Auftragsbücher seien aber "gut gefüllt". Daher rechnet Semperit heuer trotzdem mit einem "zufriedenstellenden Jahr".

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