Semperit-Chef Martin Füllenbach

© Kurier/Gerhard Deutsch

Wirtschaft
03/20/2020

Semperit-Bilanz leidet - ausgerechnet wegen der Medizinsparte

Weniger Umsatz, Ergebnis dennoch verbessert. Medizinsparte Sempermed steht unverändert zum Verkauf.

Medizinausrüstung, OP-Handschuhe: Eigentlich würde man erwarten, dass in der Coronavirus-Krise die Sparte boomt.

Beim niederösterreichischen Gummiausrüster Semperit jedoch zählt der Bereich zu den Sorgenkindern - und soll deshalb, wie berichtet, verkauft werden. Daran hat sich nichts geändert.

Zeitnaher Verkauf

Zwar zeichne sich im Sektor Medizin eine operative Verbesserung ab, das Marktumfeld bleibe allerdings nach wie vor angespannt.

"Daher ist der zeitnahe Gesamtverkauf der Medizinsparte ein wesentliches Ziel des Managements. In diesem Zusammenhang können sich im Geschäftsjahr 2020 Sondereffekte bzw. -belastungen ergeben", so Semperit.

Weniger Umsatz

Die Schwierigkeiten lassen sich auch aus der Bilanz 2019 lesen. Der Umsatz im Sektor Medizin ging im Vorjahr um 5,8 Prozent auf 293,3 Mio. Euro zurück.

Dennoch zieht Vorstandschef Martin Füllenbach ein positives Resümee: "Wir haben uns 2018 und 2019 in jedem einzelnen der insgesamt acht Quartale gegenüber der jeweiligen Vergleichsperiode des Vorjahres verbessert."

Besseres Ergebnis

Der Gummiausrüster konnte unterm Strich 2019 das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bereinigt um 26,8 Prozent auf 63,8 Mio. Euro steigern.

Beim Umsatz musste man aber einen Verlust von 4,3 Prozent auf 840,6 Mio. Euro hinnehmen. Der Verlust nach Steuern habe sich - trotz der Wertminderung durch den Sektor Sempermed - halbiert.

Der Sektor Industrie verzeichnete einen Umsatzrückgang von 3,5 Prozent auf 547,2 Mio. Euro, dem ein Umsatzrückgang im Sektor Medizin vongegenüber stand. Die Ebitda-Marge stieg von 5,3 auf 8,1 Prozent.

Corona belastet Ausblick

Der Ausblick bleibt, bedingt durch das Coronavirus, offen. Der Industriebereich sei weitestgehend erfolgreich restrukturiert, die strategische Neuausrichtung der Semperit-Gruppe in die Wege geleitet.

Ende Jänner hatte der Unternehmen bekannt gegeben, dass es die Medizinsparte verkauft und sich auf die Sparte Industriegummi fokussiert.

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