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Forschung
08/21/2014

Schneller von der Erfindung zum Produkt

Vier neue Wissenstransferzentren zur Verwertung von an Unis vorhandenen Ressourcen.

Was nützt die tollste Idee, wenn es nur bei der Idee bleibt? Österreich hat eine prosperierende und gut dotierte Forschungslandschaft, schafft es aber nur schlecht, dieses Wissen auch zu verwerten. Um neue Erkenntnisse an den Universitäten rascher anwenden zu können, werden nun eigene Wissenstransferzentren eingerichtet.

Die vier "Scouting"-Häuser sperren im Herbst auf und werden vom Wissenschaftsministerium mit 11,25 Millionen Euro (bis 2018) gefördert. Ihr Ziel ist es, die patentmäßige Verwertung von an Unis vorhandenem Wissen zu koordinieren. Federführend dabei sind die TU Graz, die Uni Innsbruck, die MedUni Wien sowie der Life Science Bereich der Uni Wien. "Nur Geld ins System zu stecken wird nicht reichen. Wir müssen auch bessere Wege finden, die neuesten Erkenntnisse für die Wirtschaft nutzbar zu machen", so Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei den Technologiegesprächen in Alpbach. Als Begleitmaßnahme werden den Unis die Patentkosten gefördert und auch für die Protoypenentwicklung werden drei Millionen Euro locker gemacht.

Der Rat für Forschung- und Technologieentwicklung (RTF) begrüßt die neuen Förderinitiativen – dazu gehört auch jene für "Industrie 4.0" –, hält sie aber für unzureichend. Ein erstmals vom Rat erstellter Vergleich mit führenden Innovationsnationen ("Global Innovation Monitor") zeigt zum Teil erhebliche Defizite auf. So liegt Österreich im Bereich Unternehmensforschung (u. a. Patente, Anteil der Forscher an den Arbeitskräften, privater Forschungsanteil) nur an vorletzter Stelle. Bei der Bildung sowie universitären Forschung schneidet Österreich gut ab, verliert aber an Dynamik. "Statt aufzuholen, sind wir zurückgefallen", fasst RTF-Chef Hannes Androsch (Bild) zusammen. Und in Anlehnung an den "Sager" von Christoph Leitl : "Wir sind zwar nicht abgesandelt, aber am besten Weg dazu."
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