Wirtschaft
21.05.2018

Ryanair flog mehr Gewinn ein, aber für heuer pessimistisch

Anstieg der Kosten für Personal und Kerosin, während Ticketpreise gleich bleiben.

Europas größter Billigflieger Ryanair, der an der Laudamotion von Niki Lauda 25 Prozent hält, bleibt trotz sinkender Ticketpreise und tausender gestrichener Flüge auf Wachstumskurs. Im Geschäftsjahr 2017/18 stieg der Gewinn um 10 Prozent auf 1,45 Mrd. Euro. Die irische Airline konnte ihre Flieger zu 95 Prozent füllen – deutlich besser als jede andere Fluggesellschaft. Insgesamt wurden rund 130 Mio. Passagiere befördert.

Für das im April begonnene Geschäftsjahr erwartet Unternehmenschef Michael O'Leary 139 Mio. Passagiere, aber auch höhere Kosten für Crew und Sprit. „Der Ausblick für 2018/19 ist auf der pessimistischen Seite von vorsichtig.“ Unterm Strich rechnet er nur mit 1,25 bis 1,35 Mrd. Euro Gewinn – das wäre der erste Rückgang seit fünf Jahren.

Auch bei den Einnahmen erwartet der Konzernchef Gegenwind. „Die Buchungen sind stark, aber die Preise bleiben gedämpft.“ Er rechne im Großen und Ganzen mit stagnierenden Ticketpreisen.

Laudamotion

Zu Laudamotion teilte die irische Fluglinie heute, Montagvormittag, mit, dass es das Ziel bleibe, 75 Prozent zu übernehmen um damit die Fluglinie mit Sitz in Wien zur Nummer 1 unter den Billigfliegern zu machen. "Laudamotion ist eine attraktive Möglichkeit", um von Deutschland und Österreich aus Sommerdestinationen, insbesondere Spanien, anzusteuern. In den nächsten fünf Jahren soll die Laudamotion-Flotte auf 30 bis 50 Airbus-Flugzeuge anwachsen. 100 Mio. Euro Startkosten werde das Lauda-Projekt verschlingen und zwei Jahre werde man Verluste schreiben.