Ein Kind des grĂ¶ĂŸten russischen Automobil-Herstellers: Lada. Seit jeher im Wolga-Automobil-Werk in Togliatti gefertigt, sollen bis 2014 75% der Besitzanteile an das Gemeinschaftsunternehmen Renault-Nissan verkauft werden.

© REUTERS

Wirtschaft
08/03/2022

Russischer Lada-Hersteller Avtovaz will Stellen abbauen

Vor dem Hintergrund weitreichender westlicher Sanktionen will der russische Lada-Hersteller Avtovaz einen seiner Standorte verkleinern.

In der Stadt Ischewsk rund 1000 Kilometer östlich von Moskau werde BeschĂ€ftigten, die das Unternehmen freiwillig verließen, eine Abfindung in Höhe von zwölf Mindest- oder fĂŒnf Durchschnittslöhnen angeboten, meldeten mehrere russische Nachrichtenagenturen am Mittwoch ĂŒbereinstimmend unter Berufung auf das Unternehmen.
Alternativ werde den Mitarbeitern in Ischewsk auch eine Stelle bei einem anderen Arbeitgeber in der Region in Aussicht gestellt. Avtovaz betonte zugleich, keine Massenentlassungen anzustreben.

Stark betroffen

Die Automobilbranche des Riesenlandes ist stark betroffen von den Sanktionen, die westliche Staaten als Reaktion auf Russlands bereits seit mehr als fĂŒnf Monaten andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine verhĂ€ngt haben. Insbesondere fehlt es den russischen Herstellern nun an Teilen und Technologie aus dem Ausland. Das Ischewsker Werk steht deshalb bereits seit Monaten still.

Avtovaz gehörte bis vor kurzem zur Gruppe des französischen Automobilkonzerns Renault, wurde aber nun wieder von Russland verstaatlicht. Ende Juli hatten Mitarbeiter aus Ischewsk einen offenen Brief an Kremlchef Wladimir Putin geschrieben, in dem sie um den Erhalt ihres Standorts und den Schutz ihrer ArbeitsplÀtze baten. Russischen Medienberichten zufolge soll die Produktion des Modells Lada Vesta nun in das Werk in der Stadt Toljatti verlagert werden.

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