Seit der Übernahme der Volksbank International hat die Sberbank schon rund eine Milliarde Euro in diese Ost-Banken-Gruppe gesteckt.

© Reuters/MAXIM SHEMETOV

Schadenersatz
11/29/2013

Russen klagen Volksbanken AG nach Kauf der Ost-Töchter

Die Russen sind der Meinung, dass der Kaufpreis von 505 Millionen Euro zu hoch gewesen sei.

Die russische Sberbank will die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) vor das internationale Schiedsgericht zerren. Die Russen, die der teilverstaatlichten ÖVAG 2012 die Tochterbanken in Osteuropa – ohne Rumänien – abgekauft haben, sind der Meinung, dass der Kaufpreis von 505 Millionen Euro zu hoch gewesen sei. Im August dieses Jahres hatte die Sberbank der ÖVAG bereits per Brief mitgeteilt, welche Mängel sie in der Übernahme sehe und eine Klage angedroht.

Knapp bevor die Drei-Monats-Frist für den Gang zum Schiedsgericht abgelaufen ist, hat die Sberbank die Klage auch eingebracht. Sie verlangt Schadenersatz von der ÖVAG, weil sie mit der Qualität der übernommenen Vermögenswerte nicht zufrieden ist. Die ÖVAG schreibt in ihrem Neun-Monats-Bericht, dass sie nach Durchsicht der Vorwürfe keinen ersatzpflichtigen Schaden feststellen könne und daher in der Bilanz auch keine Vorsorgen dafür getroffen habe. Seit der Übernahme der Volksbank International hat die Sberbank schon rund eine Milliarde Euro in diese Ost-Banken-Gruppe gesteckt, die 2012 mit 260 Millionen Euro Verlust schloss.

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