Parallel zu seinem Privatkonkurs steht Gernot Rumpold wegen Abgabenhinterziehung vor Gericht.

© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Privatkonkurs
08/18/2014

Rumpold bringt es auf fast 7 Millionen Euro Schulden

Noch bis Mitte September können Forderungen gegen den früheren FPÖ-Politiker eingebracht werden.

Auf zumindest 6,7 Millionen Euro belaufen sich die Schulden, die der frühere FPÖ-Geschäftsführer und -Werber Gernot Rumpold angehäuft hat. Der AKV (Alpenländischer Kreditorenverband) geht aber davon aus, dass es mehr werden könnte, nachdem noch bis zum 15. September Zeit bleibt, im Rahmen von Rumpolds Privatkonkurs Forderungen einzubringen. Dem stünden als Vermögen "unglaublich viele" Anteile an Liegenschaften und Firmenbeteiligungen gegenüber, deren Wert noch unklar ist.

Bei einer Verwertung der Vermögen sei es durchaus möglich, dass noch eine nennenswerte Quote erreicht wird, meint der AKV. Allerdings sei "eine Verwertung vorhandener Vermögenswerte kurzfristig nicht gelungen, sodass auch dadurch die Zahlungsunfähigkeit nicht abgewehrt werden konnte".

Vor Gericht

Von den Schulden entfallen 1,5 Millionen Euro auf das Finanzamt für Abgaben aus den Jahren 2004 bis 2012. Rumpold steht parallel zu seinem Privatkonkurs wegen Abgabenhinterziehung vor Gericht, dabei geht es um falsch abgesetzte Werbungskosten und um Forderungsabschreibungen, die Rumpold und das Finanzamt unterschiedlich bewerten.

Weitere 600.000 Euro schuldet Rumpold noch der Telekom Austria, der Rest sind Darlehensverbindlichkeiten, so der AKV. Nach bisherigem Stand haben keine Privatpersonen Forderungen angemeldet, es gebe etwa zehn Gläubiger. Auch sei bisher kein Antrag auf Sanierung eingebracht. Die Prüfungstagsatzung ist für den 29. September anberaumt. Masseverwalter ist Georg Freimüller.

Handel mit Brillen

"Die aktuelle berufliche Tätigkeit des Schuldners findet dadurch statt, dass der Schuldner als Geschäftsführer und Gesellschafter diverser Unternehmungen im Inland sowie im Ausland den Immobilienhandel sowie seit März 2014 - im Rahmen einer zypriotischen Kapitalgesellschaft - den Handel mit Brillen betreibt", schreibt der AKV, Dienstnehmer gebe es nicht. Rumpold war "nicht protokollierter Einzelunternehmer", hatte also seine Tätigkeit nicht im Firmenbuch eingetragen.

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