Wirtschaft
21.03.2018

Rückruf von Pasta-Sorten von Vegan Vital Food in Deutschland

Österreichisches Unternehmen muss wegen Kunststoffteilchen in Lebensmitteln einen Rückruf starten.

Kunststoffteilchen in Lebensmitteln geben wieder einmal Anlass zur Sorge um die Nahrungsmittelsicherheit. Das österreichische Unternehmen Vegan Vital Food rief am Mittwoch in Deutschland Pasta-Sorten zurück, weil in darin enthaltenen Biozwiebeln der belgischen Zulieferfirma Ardo Plastikstücke gefunden wurden.

Auf Anfrage der APA erklärte Vegan Vital Food, man habe aus Sicherheitsgründen einen Rückruf veranlasst. Die Biozwiebel beziehe man über das belgische Tiefkühl- und Gemüseunternehmen Ardo. Dort seien in Biozwiebeln Kunststoffteilchen gefunden worden. Bisher sei noch nie etwas passiert, doch habe man die Lebensmittelaufsicht informiert und werde sich auch an den belgischen Lieferanten werden. Die Produkte werden in Deutschland vertrieben.

In deutschen Medien hatte es geheißen, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Braunschweig über den Rückruf benachrichtigt worden sei. Bei den betroffenen Produkten handelt es sich demnach um Spinat Tofu mit der Charge 187 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 14.3.2018, ferner Rote Linsen, Moringa mit der Charge 132 und demselben Ablaufdatum, sowie Rote Linsen, Moringa mit der Charge 133 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 21.3.2018. Vegan Vital teilte mit, dass vorsorglich die Produkte zurückgerufen wurden. Alle Kunden könnten die betroffenen Produkte im nächstgelegenen Markt zurückgeben und erhielten den Kaufpreis auch ohne Kaufbeleg erstattet.

Zuletzt hatten sich Rückrufe von mit Plastikteilchen kontaminierten Lebensmittel gehäuft. Der Präsident des internationalen Tankreinigungsverbands ENFIT, Hans-Dieter Philipowski, sprach von einem schwarzen Loch bei den Lebensmittelkontrollen in Tanklastern. Es gebe unzureichende Reinigungen der Tanksilos. Eine von Philipowski initiierte europäische Arbeitsgruppe ("Food Safety in the Supply Chain") befasst sich nun erstmals auf EU-Ebene mit der Frage nach einheitlichen Standards und damit auch der Rückverfolgbarkeit von Kontaminationen beim Transport in Tank- und Silofahrzeugen.