Rewe: Fleisch-Produktion soll nachhaltiger werden
Bis in der Grillsaison das Kotelett auf dem Rost brutzelt, ist es meist ein weiter Weg für das Stück Fleisch. Bekanntlich würde weniger Fleischkonsum viel an Ressourcen sparen, doch dieser ist hierzulande seit Jahren relativ stabil. Auf Grillhendl und Schweineschnitzel wollen Herr und Frau Österreicher eben nicht verzichten: 2012 setzte der Lebensmitteleinzelhandel um 6,9 Prozent mehr Fleisch um als im Jahr davor. Zudem wird derzeit durch Hitzeschäden Schweinefleisch teurer (die Gründe dafür lesen Sie hier).
An einem Glied in der Produktionskette will nun Rewe drehen: dem Futtermittel.
Der deutsche Lebensmittel-Gigant passt seine Marktstrategie an und wird künftig in den Kühlregalen Fleisch von Hühnern und Schweinen anbieten, die mit gentechnikfreien Sojabohnen aus Europa gefüttert werden, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Bislang wurde das meiste Futtermittel-Soja aus Südamerika importiert, vor allem in Brasilien zerstören Agrarkonzerne für den Anbau von Soja riesige Flächen an Regenwald.
Das europäische Soja komme aus dem Donauraum, wo die Anbaufläche massiv ausgeweitet wird, heißt es weiter.
"Noch ein weiter Weg"
So werde es ab Herbst für einen Teil der Tiere nur mehr Sojaschrot aus Europa geben - konkret für Legehennen und für diejenigen Tiere, die als "Ja, natürlich!"-Fleisch im Supermarkt landen.
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