FILE PHOTO: The logo of Renault carmaker is pictured at a dealership in France

© REUTERS / STEPHANE MAHE

Wirtschaft
01/14/2021

Renault: Neuer Chef treibt Umbau voran

Ein verschärfter Sparkurs soll die Ertragskraft des kriselnden Autokonzerns steigern.

Der französische Autobauer Renault will mit einem schärferen Sparkurs und dem Umbau zu einem softwaregetriebenen Technologiekonzern in die Erfolgsspur zurückfinden. Der neue Konzernchef Luca de Meo erläuterte am Donnerstag sein Umbauprogramm mit dem Namen "Renaulution", mit dem er die Ertragskraft des kriselnden Konzerns kräftig steigern will, um in der schärferen Konkurrenz um einen den vorderen Plätze in der Elektromobilität mitzuhalten.

"Wir werden uns von einem Autokonzern, der mit Technologie arbeitet, zu einem Technologiekonzern entwickeln, der mit Autos arbeitet und bis 2030 mindestens 20 Prozent seines Umsatzes mit Dienstleistungen, Daten und Energiehandel erzielen wird", sagte de Meo, der seit Juli an der Spitze von Renault steht und davor viele Jahre bei Volkswagen gearbeitet hatte.

Sparziel: 2 Milliarden Euro bis 2022

Im Zuge des Umbaus soll Renault das bis 2022 gesteckte Sparziel von 2 Milliarden Euro schneller erreichen und die Kosten weiter senken - bis 2025 um 3 Milliarden Euro. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sollen bis dahin von 10 Prozent des Umsatzes auf unter 8 Prozent gedrückt werden. Unter den bis 2025 geplanten zwei Dutzend neuen Automodellen sollen mindestens zehn reine E-Autos sein.

Renault hatte bereits Einsparungen von 2 Milliarden Euro binnen zwei Jahren angekündigt, darunter einen Abbau von 15.000 Arbeitsplätzen und eine Restrukturierung der Werke. Die Franzosen wollen - wie der mit ihnen verflochtene japanische Partner Nissan - die vom geschassten Konzernchef Carlos Ghosn vorangetriebene Expansion zurückdrehen, die auf Kosten der Ertragskraft ging. Die beiden Autokonzerne galten bereits als angeschlagen, als die Coronapandemie im vergangenen Jahr ausbrach. Ihnen fehlt nach Meinung von Börsianern bisher ein Plan, um die Synergien aus der Allianz, zu der auch der japanische Autobauer Mitsubishi gehört, zu nutzen und die Investitionen für den Wechsel in die Elektromobilität und die Digitalisierung zu teilen

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