Eine Inderin, die unter einer Brücke lebt, bereitet sich eine Mahlzeit zu.

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Weltbevölkerung
01/19/2015

Reichstes Prozent besitzt bald mehr als der Rest

Hilfsorganisation Oxfam weist vor WEF in Davos auf "erschütternde Ungleichheit" in der Welt hin.

Man muss kein Sozialist sein, um diese Verteilung als ungerecht zu erkennen: Die reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung werden im Jahr 2016 mehr Vermögen angehäuft haben, als die restlichen 99 Prozent zusammen.

Darauf wies am Montag die britische Hilfsorganisation aus Anlass des am Mittwoch in Davos beginnenden Weltwirtschaftsforums hin.

Demnach gehörten 2009 44 Prozent des Wohlstands einem Prozent der Weltbevölkerung. Vergangenes Jahr lag der Anteil bei 48 Prozent. 2016 werde er auf mehr als 50 Prozent anwachsen. In der Gruppe der Reichsten habe jeder Erwachsene ein Vermögen von 2,3 Mio. Euro. "Das Ausmaß der globalen Ungleichheit ist einfach erschütternd", erklärte die Oxfam-Direktorin Winnie Byanyima. Byanyima wird in diesem Jahr als Co-Vorsitzende das Weltwirtschaftsforum leiten.

Jeder Neunte hat nicht genug Essen

Die ungleiche Vermögensverteilung behindere den Kampf gegen die weltweite Armut, so Byanyima. Einer von neun Menschen auf der Erde habe nicht genug zu essen, eine Milliarde Menschen müssten mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag zurechtkommen.

Was wir ändern müssen

Um eine weitere Zunahme der Ungleichheit zu stoppen, fordert Oxfam von den Staaten mehrere Maßnahmen: Die Bekämpfung von Steuervermeidung und Steuerflucht; die Besteuerung von Kapital anstelle von Arbeit; die Einführung von Mindestlöhnen sowie die Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen.

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