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Wirtschaft
10/21/2020

Red Bull bekommt den "Naturverschmutzer Award 2020"

Viel zu viele Getränkedosen in der Natur: Global 2000 protestiert am Red-Bull-Sitz in Fuschl gegen die Umweltverschmutzung

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Global 2000 haben am Mittwoch insgesamt 808 in der Natur gefundene Red Bull-Dosen an den Firmensitz des Getränkeherstellers in Fuschl (Flachgau) zurückgebracht. Gleichzeitig wurde dem Unternehmen der "Naturverschmutzer Award 2020" verliehen. Laut dem "Müll in der Natur Bericht 2020" habe Red Bull mit 23 Prozent den größten Anteil aller in der Natur gefundenen Getränkeverpackungen zu verantworten, wurde in einer Aussendung kritisiert.

Als Ausdruck ihres Protestes haben die Aktivisten heute vor dem Firmensitz des Dosenherstellers in Fuschl eine zwei Meter hohe Red Bull-Dose installiert. "Damit das österreichische Unternehmen die von ihm verursachte Vermüllung nicht wie bisher übersieht", hieß es.

Die Umweltschutzorganisation forderte Red Bull auf, Verantwortung "für die Zerstörung und Verschmutzung der Natur" zu übernehmen. Gefordert wurde die Einführung eines Pfandsystems für Einwegdosen sowie verpflichtende Mehrwegquoten "nicht weiter zu blockieren". "Gerade ein Unternehmen, das für den Outdoor-Sport lebt, sollte Interesse daran haben, unsere Natur sauber zu halten", betonte Lena Steger, Ressourcensprecherin von Global 2000.

Die APA hat Red Bull um eine Stellungnahme ersucht, eine Antwort lag zunächst noch nicht vor.

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