Manfred Url,Generaldirektor Raiffeisen Bausparkassen

© KURIER /gnedt martin

5000 Euro Vermögensvorteil
08/29/2013

Raiffeisen-Manager Url muss vor Gericht

Wegen Insiderverdachts wird Manfred Url im Herbst der Prozess gemacht.

Der Raiffeisen-Spitzenmanager Manfred Url, derzeit Chef der Raiffeisen Bausparkasse, muss wegen Insiderverdachts vor Gericht. Der Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, Erich Mayer, bestätigte einen entsprechenden Bericht des WirtschaftsBlatt.

Der Vorwurf: Der ehemalige RZB-Vorstand Url habe im November 2009 Aktien der Raiffeisen International verkauft und einen Vermögensvorteil von 5000 Euro lukriert. Eine Woche davor sei im RZB-Vorstand über Vor- und Nachteile einer Fusion der RZB und RI diskutiert worden. Die Öffentlichkeit erfuhr von den Plänen aber erst drei Monate später in einer adhoc-Mitteilung der Bank. Der Aktiendeal sei daher ein "Missbrauch einer Insiderinformation", so die WKStA. Konkret gehe es um ein Vergehen gegen Paragraf 48b Absatz 1 Börsegesetz.

Urls Anwalt Wolfgang Brandstetter weist die Vorwürfe entschieden zurück: "Wir werden uns vor Gericht gegen den völlig unberechtigten Vorwurf zur Wehr setzen." Im Fall einer Verurteilung wegen Insiderhandels drohen Url bis zu drei Jahre Haft. Da der Insiderverdacht auf einen Vermögensvorteil von unter 50.000 Euro abzielt, kommt das geringere Strafmaß zum Tragen. Der Prozess soll im Herbst stattfinden.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.