Wirtschaft
10.07.2018

Preise für Strom und Gas steigen ab Oktober

© Bild: Deepblue4you/Istockphoto.com

Für Wiener, Niederösterreicher und Burgenländer wird Strom im kommenden Winter um sieben Prozent teurer, Gas um drei Prozent.

Mitten im Sommer kommt eine schlechte Nachricht für die Energieverbraucher: Wien Energie, EVN und Energie Burgenland heben die Preise für Elektrizität ab 1.Okotber kräftig an. Die durchschnittliche Stromrechnung erhöht sich dadurch um rund sieben Prozent. Bei Gas beträgt die Preiserhöhung rund drei Prozent.

Damit wird eine Trendwende bei den Energiepreisen eingeläutet. Seit 2012 ging es nämlich stetig nach unten. Insgesamt zehn mal haben die drei Strom- und Gasversorger ihre Tarife seiteher gesenkt. Nun aber wird es für Haushalte mit einem Durchschnitts-Stromverbrauch von 3000 Kilowattstunden im Jahr um 36 Euro jähr teurer. Die Gasrechnung bei einem Verbrauch von 15.000 Kilowattstunden im Jahr steigt um rund 20 Euro..

Höhere CO2-Kosten

Der Anstieg der Strompreise hat zwei Gründe: Erstens sind die Notierungen für CO2-Emissionen zuletzt kräftig gestiegen. Die Tonne CO" kostet inzwischen mehr als 16 Euro. Vor einem Jahr lag der Preis bei der Hälfte. Das erhöht die Kosten für die Kohlekraftwerke, die viel CO2 ausstoßen. Sie müssen für jede Tonne Emission ein CO2-Zertifkat kaufen. Und dieser Preis dürfte weiter nach oben schnellen, weil die EU das Angebot der CO2-Zertifikate verknappen will.

Zweiter Grund ist die Strompreiszöne Österreich-Deutschland. Die bisher einheitliche Stromhandelszone wird per 1.Oktober geteilt. Die Folge ist, dass österreichische und südosteuropäische Stromhändler, die elektrische Energie in Deutschland kaufen, Durchleitungsrechte durch die Stromnetze ersteigern müssen. Das kostet Geld, dies wird  auf den Strompreis aufgeschlagen.

Beim Gas liegen die Gründe für die Teuerung im Ölpreisanstieg. Weil die OPEC der Ölnachfrage nicht mehr nachkommen kann, ist der Ölpreis seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel gestiegen. Vor allem der Ausfall Venezuelas als wichtiger Öllierferant und der Boycott des Iran durch die USA haben den Ölpreis angetrieben. Und der Gaspreis folgt dem Ölpreis nach oben, da Gas für Großverbraucher wie Kraftwerke oder Industrie ein Ersatz für Öl ist.