Wirtschaft 05.12.2011

Preise für Elektrogeräte geben nach

© Bild: Reed Exhibitions Messe Salzburg/Kolarik

Handys, Camcorder und Mulitmediaplayer sind billiger, TV-Geräte, Blue-ray-Player und Espressomaschinen teurer geworden.

Während die Preise für Güter des täglichen Bedarfs sich binnen drei Monaten um 8,2 Prozent, im Jahresvergleich sogar um 15 Prozent verteuert haben, sind zumindest einige Elektronikprodukte wieder günstiger zu haben. Auf einen kräftigen Preisanstieg von 13,8% zu Jahresbeginn folgt im zweiten Quartal 2011 ein Preisrückgang von 3,7%, zeigt eine Analyse der zehn gängigsten Produkte auf Geizhals.at. Der Geizhals-Warenkorb lag mit Stichtag 30. Juni bei 3.723 Euro, am 31. März notierte er noch bei 3.869 Euro.

Zu Jahresbeginn zogen die Preise für Elektroprodukte kräftig an - im zweiten Quartal 2011 sinken sie wieder.
© Bild: Reed Exhibitions Messe Salzburg/Kolarik

Am stärksten sind die Preise für Mobiltelefone (-24,2%) gefallen, gefolgt von Camcordern (-18,3%) und Multimediaplayern (-9,3%). Als Grund für den Preissturz der Mobiltelefone nennen die Geizhals-Experten zum einen das wachsende Angebot an günstigen Smartphones, die ihre hochpreisigen Mitbewerber zunehmend vom Markt verdrängen. Zudem sind die High-End-Modelle etwas billiger geworden.

Zu Jahresbeginn zogen die Preise für Elektroprodukte kräftig an - im zweiten Quartal 2011 sinken sie wieder.
© Bild: Reed Exhibitions Messe Salzburg/Kolarik

Für nur drei Produktgruppen muss der Konsument im zweiten Quartal tiefer in die Tasche greifen. Schluss mit Schnäppchen heißt es vorerst bei den Fernsehern. Nach einem leichten Minus im ersten Vierteljahr haben die Preise für TV-Geräte nach Ende des Modellabverkaufs mit einem Plus von 13 Prozent wieder kräftig angezogen. Auch bei Blu-ray Playern sind vermehrt 3D-taugliche Geräte erhältlich. Sie sind um 4,2 Prozent im Preis gestiegen. Außerdem haben Espressomaschinen bedingt durch die steigende Nachfrage nach höherwertigen Geräten mit einem Plus von 6,9 Prozent deutlich im Preis zugelegt.

Die Katastrophe in Japan hatte keine nennenswerten Auswirkungen auf die Lieferbarkeit von Elektronikprodukten. Ob es Verzögerungen bei der Entwicklung neuer Produkte gibt, wird sich erst zum Start der Messesaison im Herbst zeigen. Denn dann stellen die Hersteller ihre Produktneuheiten vor.

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Erstellt am 05.12.2011