Wirtschaft
26.04.2017

Post und Metro beliefern Wiener Wirte mit E-Autos

Schon jetzt wird mehr als die Hälfte der Metro-Ware der Gastro-Branche zugestellt.

Der Großmärkte-Betreiber Metro baut die Belieferung der Gastrobranche um "Metro Gastro-Express" aus. Zustellpartner ist die Österreichische Post, geliefert wird ausschließlich mit E-Autos. Ein Pilotversuch läuft seit einem Monat, momentan gib es 100 Kunden. Vorerst ist das Service nur für Wien vorgesehen, andere größere Städte könnten dazu kommen. Die Lieferzeit beträgt maximal drei Stunden.

Bestehende Metro-Kunden können die Zustellung bis Ende Juni kostenlos testen, danach werden 24 Euro pro Bestellung verrechnet, Mindestbestellwert und Zustellaufschlag pro Ware gibt es keinen. Geliefert wird unter Tags von Montag bis Samstag bis hin zu mehreren hundert Kilo Bestellumfang. Bestellt wird vorerst über eine eigene Hotline, eine App soll folgen. Verrechnet wird über Lieferschein.

Größte E-Auto-Flotte hierzulande

Für die Post habe sich Metro deswegen entschieden, weil sie die mit Abstand größte E-Auto-Flotte in Österreich hat - und dies gut in die Nachhaltigkeitsstrategie des Großmärkte-Betreibers passe. "Wir eröffnen im Sommer am Standort St. Pölten den ersten Passiv Markt Österreichs - ein Gebäude, das mehr Energie produziert als benötigt", so Arno Wohlfahrter, Metro-Chef in Österreich.

Schon derzeit werde mehr als die Hälfte der abgesetzten Ware von Metro zugestellt, fast ausschließlich über Fremdanbieter. Dies werde sich aufgrund der "Personalproblematik" in der Gastronomie sowie dem Trend hin zu Flexibilisierung und Individualisierung noch verstärken, betonte Wohlfahrter am Mittwoch vor Journalisten. Des weiteren würden die Lieferungen immer kleinteiliger.

In der Pilotphase wurden an starken Tagen 15 bis 20 Bestellungen aufgegeben, wobei die Bestellsumme von 40 bis zu einigen 1.000 Euro reichte. Die Lieferungen erfolgen durch E-Kleintransporter von Nissan und Mercedes im Metro-Design - allerdings mit Pkw-Kennzeichen der Post (PT).

Post liefert Lebensmittel

Die Post zeigte sich heute mit ihrer im Vorjahr selbst ins Leben gerufenen Lebensmittelzustellung zufrieden. Im 1. Quartal seien 40.000 Lebensmittelpakete zugestellt worden, für das Gesamtjahr erwartet Post-Paketvorstand Peter Umundum ein Volumen von 200.000 Pakete.