Zahl der Piratenangriffe stark gestiegen

Zahl der Piratenangriffe stark gestiegen
Piraten bedrohen die wichtigsten Handelsrouten. Die Reederei Maersk fährt wieder durch den Suezkanal.

Zusammenfassung

  • Zahl der Piratenangriffe auf Weltmeeren ist laut IMB 2023 deutlich auf 137 gestiegen.
  • Fast 80 Angriffe ereigneten sich in der Straße von Singapur, einer der wichtigsten Handelsrouten.
  • Maersk fährt nach Stabilisierung der Lage wieder durch das Rote Meer und den Suezkanal.

Die Weltmeere sind unsicher geworden. Im vergangenen Jahr wurden vom Internationalen Schifffahrtsbüro (IMB) mit Sitz in London 137 Angriffe und versuchte Angriffe gezählt. 

Letztes Jahr waren es noch mit 116 Fälle um 21 weniger und selbst in den drei Jahren davor lag der Wert nicht höher. Hinter den Angriffen stecken Piraten. Sie enterten die Schiffe in 121 Fällen, entführten vier und beschossen zwei. In nur zehn Fällen blieb es bei einem Angriffsversuch.

In der viel befahrenen Straße von Singapur, die zwischen Singapur und Indonesien liegt, ereigneten sich fast 80 der Vorfälle. Nach älteren Angaben des Schifffahrtsbüros fährt fast ein Drittel aller weltweit gehandelten Güter in der Meerenge zwischen Indonesien und Singapur.

Maersk befährt wieder wichtige Handelsweg 

Die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal wurde seit mehr als zwei Jahren von mehreren Reedereien gemieden. Grund waren Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen auf Schiffe. Die Schifffahrt wich deshalb auf die längere Route um Afrika herum aus. 

Die dänische Reederei Maersk hat sich auf eine „strukturelle Rückkehr“ der Route zwischen dem Nahen Osten, Indien und der US-Ostküste durch das Rote Meer und den Suezkanal entschieden. Das Unternehmen begründet den Schritt am Donnerstag mit einer Stabilisierung der Lage in der Region. 

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