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Volksbanken AG
04/11/2014

ÖVAG verkauft Volksbank Malta an MedBank

Die EU-Kommission hatte verlangt, dass die Volksbank Malta bis Ende 2015 verkauft werden muss.

Die teilstaatliche Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) hat ihre Banktochter Volksbank Malta Ltd (VB Malta) an die maltesische Mediterranean Bank verkauft. Vertreter der ÖVAG und der MedBank haben am Freitag den Vertrag über den kompletten Erwerb der Volksbank Malta unterzeichnet, teilte die Bank in einer Aussendung mit.

Nach der Ausgliederung des internationalen Geschäfts im letzten Jahr hat die Volksbank Malta laut ÖVAG aktuell eine Bilanzsumme von rund 150 Millionen Euro und beschäftigt 28 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent). Das Closing des Verkaufs soll nach der behördlichen Zustimmung erfolgen. Die ÖVAG wollte vorerst den Verkaufserlös nicht beziffern.

Die EU-Kommission hatte im Rahmen ihres Restrukturierungsplans verlangt, dass die Volksbank Malta bis Ende 2015 verkauft werden muss. Die 1995 gegründete VB Malta hat seit 2002 eine Geschäftsbanklizenz und betrieb damit auf Malta Privat- und Unternehmensfinanzierungen für überwiegend lokale Kunden. Außerdem gab es ein Geschäft mit Internationalen Finanzierungen.

Rumänien-Verkauf dauert an

Für die ungleich gewichtigere defizitäre Volksbank Romania werden erst Käufer gesucht. Der "Exit" dort dürfte die Volksbanker aber noch einiges kosten.

Bis Ende 2015 hat die ÖVAG noch Zeit, ihre Rumänien-Operation loszuschlagen. Die Rumänien-Tochter ist in der ÖVAG-Bilanz schon ganz abgeschrieben. Durchgerechnet ist die ÖVAG an der Volksbank Romania mit 51 Prozent beteiligt, der Rest teilt sich auf deutsche und französische Volksbanken auf - konkret zu je 24,5 Prozent auf die deutsche DZ/WGZ Bank und die französischen Volksbankengruppe.

In Rumänien waren letztes Jahr wieder signifikante Risikovorsorgen und Wertberichtigungen nötig, unter anderem weil Immobiliensicherheiten neu bewertet werden mussten. Ende September 2013 musste der Aufsichtsrat der ÖVAG eine neue Kapitalspritze für die Tochter in Rumänien freigeben: In Summe flossen im Oktober 120 Millionen Euro für eine Kapitalerhöhung der VB Romania S.A., wovon die ÖVAG aliquot ihren Hälfte-Anteil stemmte.

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