Österreichs Wirtschaft kommt erst 2016 in Fahrt

Platz 11 von 19. Griechenland lässt die Rezession hinter sich, Baltikum stark.

Österreichs Wirtschaft kommt nur schleppend in die Gänge: Im laufenden Jahr fällt das Wachstum mit 1,1 Prozent schwächer aus als in der Eurozone (+1,5 Prozent), erwartet das Beratungsunternehmen EY.

Der Grund: Die heimischen Exporteure seien auf Investitionsgüter spezialisiert, die derzeit einen schweren Stand haben. Dafür sollte die Wirtschaftsleistung ab 2016 kräftiger wachsen. "Das liegt daran, dass der Außenhandel stärker Fuß fasst und der Konsum im Inland, der stabilisierend auf das Wachstum wirkt, deutlich anzieht", erklärt Helmut Maukner von EY Österreich.

Für die Jahre 2015 bis 2019 erwartet EY demnach durchschnittlich 1,8 Prozent BIP-Plus (real). Damit würde Österreich zwar nur auf Platz 11 von 19 Ländern liegen, aber über dem Euro-Durchschnitt von 1,6 Prozent. Und erstaunlicherweise knapp vor Deutschland: Europas größter Volkswirtschaft blüht laut EY eine deutlich flachere Wachstumskurve ab 2017.

Baltikum als Wachstumskaiser

Griechenland lässt die Rezession hinter sich, durchschnittlich 2,3 Prozent Plus bis 2019 lassen aber keine allzu rosigen Zeiten erwarten. Als Wachstumskaiser sieht EY die baltischen Staaten. Nachzügler sind Italien, Zypern, Portugal und Finnland.

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