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Wirtschaft
12/05/2011

Österreichs Schuldenberg wächst

Der offizielle Schuldenstand Österreichs lag im zweiten Quartal 2011 bei 213,2 Milliarden Euro. Starken Zuwachs gab es bei den Gemeinden.

Der öffentliche Schuldenstand ist im zweiten Quartal 2011 erneut gestiegen - sowohl im Vergleich zum ersten Quartal 2011 als auch dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Laut neuesten Berechnungen der Statistik Austria lag die Verschuldung im zweiten Quartal bei 213,2 Mrd. Euro. Das entspricht 72,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Das BIP stieg auf 294 Mrd. Euro, nach 286,2 Mrd. Euro im Jahr 2010.

Im ersten Quartal 2011 betrug der Schuldenstand noch 210,9 Mrd. Euro. Somit stiegen die Schulden laut Statistik Austria um insgesamt 1,1 Prozent oder rund 2,36 Mrd. Euro. Aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Gebietskörperschaften weist der Bund mit 0,6 Prozent (rund 1 Mrd. Euro) die niedrigste Steigerungsrate auf. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum liegt die Staatsverschuldung derzeit um 11,1 Mrd. Euro höher: Im zweiten Quartal 2010 betrug der Schuldenstand 202,1 Mrd. Euro.

Starker Anstieg bei Gemeinden

Den stärksten relativen Anstieg der Verschuldung weisen die Gemeinden mit 8,8 Prozent (663 Mio. Euro) auf, gefolgt von den Sozialversicherungsträgern mit 7,9 Prozent (107 Mio.) und den Ländern mit 3,4 Prozent (556 Mio.).

Der fachstatistische Generaldirektor der Statistik Austria, Konrad Pesendorfer, wertete vor allem das gestiegene Bruttoinlandsprodukt als positives Zeichen. Die Erwartung, bereits im Jahr 2012 die Defizit-Grenze unter das Maastricht-Kriterium von drei Prozent zu bringen, sei eine "durchaus erreichbare Einschätzung", sagte er.

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