Die Exportmärkte sind derzeit für die Industrie schwer erreichbar

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
11/09/2020

Österreichs Export-Rückgang verstärkte sich im August wieder etwas

Minus gegenüber Vorjahr stieg auf 7,2 Prozent. Statistik Austria: Exporte sanken heuer bis August um 10,2 Prozent und die Importe um 12,2 Prozent.

Der Rückgang der österreichischen Exporte durch die Coronakrise hat sich im August wieder etwas verstärkt. Im Jahresabstand sank die Ausfuhr von Gütern um 7,2 Prozent - im Juli und Juni hatte das Minus lediglich 5,9 bzw. 4,8 Prozent ausgemacht. Allerdings waren die Exporte in den Corona-Monaten April und Mai mit -23,7 und -25,4 Prozent regelrecht eingebrochen.

"Die kräftigsten Corona-Rückgänge hat die österreichische Exportwirtschaft zwar vorerst hinter sich, allerdings zeigen sich weiterhin deutliche Abnahmen", erklärte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Montag zu diesen Zahlen seines Hauses. Der 7,2-prozentigen Verringerung der Güterexporte auf 10,16 Mrd. Euro im August stand eine Abnahme der Warenimporte um 5,6 Prozent auf 10,83 Mrd. Euro gegenüber. Das Handelsbilanzpassivum vergrößerte sich damit auf 0,67 (0,53) Mrd. Euro.

Aus dem EU-Raum importierte Österreich im August Waren für 7,31 Mrd. Euro (-6,5 Prozent) und exportierte dorthin Waren für 6,87 Mrd. Euro (-4,4 Prozent). Das führte zu einer negativen Handelsbilanz mit den EU-Mitgliedern in Höhe von 0,43 (0,62) Mrd. Euro.

Die Importe aus Drittstaaten gingen im August im Jahresabstand um 3,9 Prozent auf 3,52 Mrd. Euro zurück. Die Ausfuhren Österreichs in Staaten außerhalb der EU sanken sogar um 12,5 Prozent auf 3,29 Mrd. Euro. Das daraus resultierende Passivum der Handelsbilanz mit Drittstaaten lag bei 0,23 (0,10) Mrd. Euro.

Von Jänner bis August lag der Gesamtwert der Wareneinfuhren laut vorläufigen Zahlen bei 92,98 Mrd. Euro (-12,2 Prozent) und bei den Warenausfuhren bei 91,65 Mrd. Euro (-10,2 Prozent). Das Defizit der Handelsbilanz ging auf 1,34 Mrd. Euro zurück, nach 3,86 Mrd. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Zum starken Minus in den acht Monaten trugen vor allem die Rückgänge der Monate März (Einfuhr -8,0 Prozent, Ausfuhr -4,3 Prozent), April (Einfuhr -26,0 Prozent, Ausfuhr -23,7 Prozent) sowie Mai (Einfuhr -24,7 Prozent, Ausfuhr -25,4 Prozent) bei, die besonders von Corona-Einschränkungen geprägt waren.

Die größten absoluten Rückgänge gab es von Jänner bis August in beiden Verkehrsrichtungen mit Österreichs bedeutendstem Handelspartner Deutschland, wobei sich die Importe von dort um 11,9 Prozent auf 32,54 Mrd. Euro und die Exporte dorthin um 7,5 Prozent auf 27,92 Mrd. Euro verringerten.

Aus den EU-Ländern importierte Österreich in den acht Monaten Waren für 63,29 Mrd. Euro (-12,2 Prozent) und führte dorthin Waren für 62,09 Mrd. Euro aus (-9,4 Prozent); das Handelsbilanzdefizit verringerte sich dementsprechend auf 0,14 (0,30) Mrd. Euro

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