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Wirtschaft
09/23/2020

Österreich unter Top-3 beim digitalen Amt

eGovernment Benchmark 2020: Malta und Estland im EU-Vergleich vorne. Österreich holt bei Nutzerfreundlichkeit auf

von Anita Staudacher

 Österreich liegt bei der Einführung und Umsetzung von digitalen Verwaltungsservices (eGovernment) im europäischen Spitzenfeld. Laut „eGovernment-Benchmark 2020“, dem jährlich erscheinenden Ländervergleich der Europäischen Kommission, belegt Österreich gleichauf mit Lettland den dritten Platz von 36 untersuchten Ländern und gehört mit Malta (Rang 1) und Estland zu den Top 3-Nationen in Europa. Deutschland und die Schweiz folgen erst dahinter. Der von Capgemini erhobene und gemeinsam mit den Partnern Sogeti, IDC und Polecniko di Milano umgesetzte Vergleich, beleuchtet den Stand der digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltungen in Europa.

Die Auswertung von 10.000 Websites in 36 europäischen Ländern ergab, dass aktuell 70 Prozent der zu bewertenden Dienstleistungen von Bürgern und Unternehmen online bezogen werden können. In Österreich sind es immerhin schon 81 Prozent.

Nutzerfreundlicher

Zulegen kann Österreich im aktuellen Vergleich vor allem bei der Nutzerfreundlichkeit der digital bereitgestellten Angebote. Dort liegt die durchschnittliche Wertung im Benchmark bei 91 Prozent, in Österreich sogar bei 95 Prozent.

Vor allem im Bereich der Mobilfreundlichkeit gibt es eine Verbesserung von 23 Prozent. Grund dafür dürfte neben der zentralen Service-Plattform oesterreich.gv.at die neu eingeführte App Digitales Amt sein. Auch in Sachen Transparenz der Angebote schneidet Österreich mit dem fünften Rang gut ab. Aufgeholt hat Österreich ferner bei der Zugänglichkeit von Online-Services aus dem Ausland, wo nur noch zwei EU-Länder besser sind.

Corona beschleunigt

„Die Auswirkungen von Covid-19 haben noch einmal verdeutlicht, wie wichtig ein leistungsstarkes eGovernment in Krisensituationen, aber auch für moderne Gesellschaften insgesamt ist“, kommentiert Bernd Bugelnig, Geschäftsführer von Capgemini in Österreich, den aktuellen Bericht.

Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck fühlt sich durch die gute Platzierung in ihren Anstrengungen in Sachen eGovernment bestätigt und will die Verwaltungsdigitalisierung mit neuen Services zügig vorantreiben. ast

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