Ölpreisverfall drückte OMV in die Verlustzone

Das OMV-Hauptquartier in Wien.
11 Mio. Euro Verlust im Halbjahr - Umsatz im 2. Quartal halbiert, Periodenüberschuss brach um 91 Prozent auf 58 Mio. Euro ein

Der coronabedingte Ölpreisverfall macht auch dem heimischen Öl- und Gaskonzern OMV schwer zu schaffen: Der Konzernumsatz halbierte sich im zweiten Quartal auf 3,14 Mrd. Euro, und das um Lagerhaltungseffekte bereinigte CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten brach um 86 Prozent auf 145 Mio. Euro ein. Im Halbjahr lag der Periodenüberschuss sogar mit 11 Mio. Euro unter der Nulllinie.

Der Periodenüberschuss schmolz im zweiten Quartal um 91 Prozent auf 58 Mio. Euro zusammen, das Ergebnis je Aktie von 1,66 Euro auf nur noch 7 Cent - das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Über die erste Jahreshälfte betrachtet sanken die Konzernumsatzerlöse um 31 Prozent auf 7,898 Mio. Euro. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich deutlich von 1,806 Mrd. Euro auf 844 Mio. Euro. Das Upstream-Ergebnis betrug -15 Mio. Euro (1-6/19: 1.043 Mrd. Euro).

Insgesamt geht die OMV für das Jahr 2020 weiterhin von einem durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von 40 Dollar pro Fass aus - im Vorjahr hatte er 64 Dollar betragen. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird nun für 2020 unterhalb von 10 Euro pro MWh erwartet, die vorherige Prognose lag bei 10 Euro, der durchschnittliche Preis im vergangenen Jahr betrug 11,9 Euro pro Megawattstunde.

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