BP: Neuer Anlauf im Golf von Mexico
Drei Jahre nach der verheerenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat BP dort wieder seine Arbeit aufgenommen. Erste Testbohrungen seien bereits am 3. August im Tiber-Ölfeld - rund 400 Kilometer südöstlich von Houston, Texas gelegen - gestartet worden, teilte der britische Ölkonzern am Donnerstag mit. Dort werden gigantische Vorkommen vermutet, die sich auf bis zu drei Milliarden Barrel Öl belaufen könnten.
Ursprünglich wollte BP bereits 2010 mit Testbohrungen beginnen. Dies verzögerte sich nach der Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon im April 2010, bei der elf Arbeiter ums Leben kamen. Danach floss fast 90 Tage unkontrolliert Öl ins Meer, weil BP das Leck nicht stopfen konnte - rund 4,9 Millionen Barrel. Die größte Ölpest in der US-Geschichte hinterließ enorme Schäden in der Natur sowie für Fischerei und Tourismus.
November vorigen Jahres hatte sich BP in einer Vereinbarung mit der US-Justiz auf Strafzahlungen in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) geeinigt. Es ist die höchste jemals verhängte Strafe für ein Umweltdelikt. BP bekannte sich unter anderem wegen Verstößen gegen Umweltschutzgesetze schuldig - im Gegenzug stellte die US-Justiz das Strafverfahren ein. Zusätzlich richtete der britischen Ölkonzern einen 20 Mrd. Dollar schweren Entschädigungsfonds für die Folgen der Ölpest ein. BP ist hinter Royal Dutch Shell zweitgrößter Ölförderer in der Region.
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