Wirtschaft
21.12.2012

Obi Wien: Jeder sechste Mitarbeiter muss gehen

Auflösung des Austro-Headquarters und Verlegung der Agenden zur deutschen Mutter befürchtet.

Umbauarbeiten bei Obi: Die deutsche Baumarktkette hat für die Österreich-Zentrale in Wien 33 der 206 Angestellten und Arbeiter beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet. Dies berichtet das WirtschaftsBlatt. Offenbar sei eine Rückführung wesentlicher Agenden von der österreichischen Tochter an die deutsche Mutter beabsichtigt, heißt es. Die Mitarbeiter würden fürchten, dass die Austro-Tochter, die auch einige CEE-Länder betreut, mittelfristig ganz aufgelöst wird und die Agenden nach Deutschland abwandern könnte.

Franchise-System

Obi führt in Österreich einige eigene Baumärkte, der Rest ist in einem Franchise-System an selbstständige Betreiber vergeben. Die in Wien sitzende Tochter "Obi Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH" ist für die Agenden in Österreich und einen Teil des CEE-Raums zuständig.

Das soll sich dem Bericht zufolge nun ändern: Die Leitungsaufgaben bzw. der Einkauf sollen künftig verstärkt von Deutschland aus erledigt werden, wie es heißt, weshalb jeder sechste Mitarbeiter zur Freisetzung gemeldet wurde. Die einmonatige Vorankündigungsfrist seit Mitte November ist Anfang dieser Woche abgelaufen.