Wirtschaft
23.05.2018

Nur die Schweizer geben mehr Geld für Reisen aus als Österreicher

Im Europaschnitt sehen die Bürger für den Urlaub rund 2.000 Euro vor.

Die Österreicher wollen heuer deutlich mehr Geld für Reisen in die Hand nehmen als im Vorjahr. 2.645 Euro wollen sie ausgeben, nur die Schweizer sind spendabler, zeigt die jährliche Umfrage von Europ Assistance (Urlaubsbarometer). Das werde auch die heimische Tourismusindustrie ankurbeln, erwartet Besim Akinci, Geschäftsführer von Europ Assistance Österreich und Schweiz.

Die Österreicher wollen laut dieser Umfrage mehr Geld für Reisen ausgeben als die Deutschen (2.376 Euro). Im Europaschnitt sehen die Bürger für den Urlaub knapp 2.000 Euro vor.

Knapp jeder Dritte urlaubt in Österreich

30 Prozent der Österreicher, um zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, wollen den Urlaub im Heimatland verbringen. 29 Prozent zieht es nach Italien, 23 Prozent nach Kroatien, 11 Prozent nach Deutschland. Ausland bedeutet dabei in der Regel Meer: Zwei Drittel der Österreicher wollen Urlaub am Meer erleben, ein Fünftel plant eine Städtereise. Sportfans zieht es heuer vor allem zum Grand Prix in Monaco und zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland.

Auch wenn Hotels noch die beliebteste Unterkunft sind, rund die Hälfte der Europäer kann sich vorstellen, sich in einem Privathaus einzumieten. Unter jungen Menschen (Millenials) ist dieser Anteil noch höher.

Das Urlaubsbarometer wurde heuer zum 18. Mal veröffentlicht. Im März und April befragte dazu das Marktforschungsinstitut IPSOS im Auftrag der Europ Assistance 16.000 Bürger in 14 Ländern zu ihrer Reiseplanung in diesem Jahr. Erstmals umfasst die Studie neben jeweils 1.000 Interviews aus Belgien, Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Polen, Portugal, Schweiz, Spanien, USA und Österreich auch jeweils 2.000 aus Indien und China.