Wirtschaft
23.11.2018

Novartis investiert 200 Millionen Euro in Tiroler Standorte

Investition gilt als starkes Bekenntnis des Pharmakonzerns an den Standort. Bis 2021 sollen 200 weitere Arbeitsplätze entstehen.

Der Novartis-Konzern investiert 200 Millionen Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis-Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.

Die Neuinvestitionen werden bis 2021 rund 200 Arbeitsplätze schaffen. Weitere Investitionen, die bereits in Planung seien, würden zudem einen zusätzlichen Personalausbau in vergleichbarer Größenordnung beinhalten.

Eröffnung 2021

Eines der konkreten Investitionsprojekte sei die nächste Generation der biotechnologischen Produktion namens "Advanced Integrated Biologics Manufacturing", um die weltweit neueste Produktionstechnologie in diesem Bereich in Tirol zu etablieren.

Die Eröffnung der neuen Anlage sei für 2021 geplant. Ein weiteres Projekt sei der Ausbau der bestehenden "BioInject"-Anlage mit einer zusätzlichen Produktionslinie für die Herstellung von sterilen Fertigspritzen.

Weg vom Volumen

Die globale Strategie des Novartis-Konzerns gehe weg von Produkten mit "hohem Volumen", also den klassischen Tabletten, hin zu hoch spezialisierten Medikamenten. Aufgrund dieser Neuausrichtung werden auch an den Produktionsstandorten in Tirol einige Bereiche zurückgefahren, erklärte Palmacci.

Die dadurch betroffenen Mitarbeiter sollen aber durch Umschulungen im Unternehmen bleiben können. "Insgesamt werden wir in Zukunft mehr und nicht weniger Arbeitsplätze in Tirol haben", so der Leiter der Produktionsbetriebe. Derzeit seien 4.500 Mitarbeiter in Tirol beschäftigt, in den kommenden Jahren soll die Zahl auf 4.700 oder mehr steigen.

Die österreichische Novartis Gruppe ist nach eigenen Angaben das größte Pharmaunternehmen des Landes und gliedert sich in die Geschäftsbereiche innovative Medikamente, Generika und Augenheilkunde.