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Wirtschaft
08/05/2012

Notkredit rettet Griechen bis September

Die Europäische Zentralbank hat den Rahmen für griechische Notkredite erweitert. Somit hat Griechenland Geld bis September.

Die griechische Notenbank darf zusätzliche Notkredite ausgeben. Das hat ihr die Europäische Zentralbank zur Abwendung der Staatspleite erlaubt. Wie die Welt in ihrer Samstagsausgabe berichtete, stellte der EZB-Rat mit der getroffenen Entscheidung die Finanzierung Athens bis zur Auszahlung der nächsten Hilfstranche im September sicher. Die Regierung könne nun bis zu vier Milliarden Euro zusätzlich erhalten, die letztlich aus den Mitteln der Zentralbank stammen.

Hintergrund der Entscheidung des EZB-Rats ist, dass Athen akute Finanzlöcher im August durch die Ausgabe kurzfristiger Staatsanleihen schließen will, sogenannter T-Bills. Banken kaufen diese aber in der Regel nur, wenn sie die Papiere als Sicherheit für frisches Geld bei einer Notenbank hinterlegen können. Da die EZB selbst keine griechischen Staatsanleihen mehr als Pfand für normale Zentralbankkredite akzeptiert, bleibt nur der Weg über die Notkredite der Bank of Greece.

Sieben statt drei Milliarden

Die Bank of Greece durfte bisher nur T-Bills bis zu einer Grenze von drei Milliarden Euro als Sicherheiten für die Notkredite annehmen. Ihrem Antrag, diese Grenze auf sieben Milliarden Euro anzuheben, wurde nun stattgegeben. Laut dem Zeitungsbericht kann sich Griechenland mit dem Geld über Wasser halten, bis im September die Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) über die Auszahlung der nächsten Hilfstranche in Höhe von 31 Milliarden Euro entscheidet.

Samaras schließt Gegner von Sparkurs aus

Die konservative griechische Regierungspartei Nea Dimokratia von Ministerpräsident Antonis Samaras hat einen Kritiker des Sparkurses aus ihrer Fraktion ausgeschlossen. Dies teilte die Partei am Freitag mit. Grund für den Ausschluss des Abgeordneten Nikos Nikopoulos war eine Mitteilung auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, in dem er die Politik der Regierung gegenüber den internationalen Gläubigern kritisiert hatte.

Nikopoulos war Anfang Juli nach nur zwei Wochen von seinem Amt als Staatssekretär im Arbeitsministerium zurückgetreten. In seinem Rücktrittsschreiben hatte er erklärt, die Regierung hätte gleich zu Beginn die Sparauflagen der Gläubigertroika nachverhandeln müssen - eine Position, die er seitdem immer wieder wiederholte.

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